In den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 gab die Ukraine 1,5 Billionen UAH aus dem Staatshaushalt aus, 22,3 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im Mai beliefen sich die staatlichen Barausgaben auf 352,8 Milliarden UAH. Dies geht aus offiziellen Daten des Staatsfinanzdienstes hervor.
Der Löwenanteil des allgemeinen Haushaltsfonds – 984,1 Milliarden UAH bzw. 64 % aller Ausgaben – floss in den Sicherheits- und Verteidigungssektor. Im Mai wurden 218,9 Milliarden UAH für diesen Zweck ausgegeben.
Dies umfasst sowohl die Finanzierung der Streitkräfte der Ukraine als auch den Kauf von militärischer Ausrüstung, Treibstoff, persönlicher Schutzausrüstung, Lebensmitteln und anderen Versorgungsgütern für die Armee.
In der Struktur der wirtschaftlichen Klassifizierung des Haushalts gab der Staat das meiste Geld für Folgendes aus:
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Die Lohnkosten inklusive Rückstellungen beliefen sich auf 607,3 Milliarden UAH (39,5 % des Budgets). Im Mai wurden 132,1 Milliarden UAH für Gehälter ausgegeben. Dies entspricht einem Wachstum von 22,9 % gegenüber dem Vorjahr.
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Beschaffung von Waren und Dienstleistungen – 213,3 Milliarden UAH (13,9 %). Dies umfasst nicht nur Ausgaben für das Militär, sondern auch für Medizin, Strafverfolgung, Versorgungseinrichtungen und Lebensmittel. Ein erheblicher Teil der Mittel fließt zudem im Rahmen des Programms für medizinische Garantien in den Nationalen Gesundheitsdienst.
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Sozialversicherung – 266,3 Milliarden UAH (17,3 %). Dieser Bereich umfasst Renten, Sozialleistungen, Stipendien, Zuschüsse und Überweisungen an den Pensionsfonds. Wachstum – 12,6 % im Jahresvergleich.
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Subventionen für Unternehmen – 204,8 Milliarden UAH (13,3 %). Das Geld dient der Unterstützung der Armee und der Finanzierung von Projekten des Unternehmensentwicklungsfonds.
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Staatsschuldendienst – 136,6 Milliarden UAH (8,9 %). Die Schuldenausgaben stiegen um 34,4 % – ein deutliches Zeichen für den finanziellen Druck auf das Land.
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Transfers an lokale Haushalte – 73,1 Milliarden UAH (4,7 %). Das Geld wird auf lokaler Ebene transferiert – für den Bedarf der Gemeinden, Sozialprogramme und Infrastrukturprojekte.
Das Finanzministerium geht davon aus, dass die Ausgaben in der zweiten Jahreshälfte aufgrund militärischer Bedürfnisse, sozialer Verpflichtungen und des Schuldendienstes auf einem hohen Niveau bleiben werden.

