Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) und die Nationalpolizei konnten am 28. Februar einen geplanten Terroranschlag im Zentrum von Schytomyr verhindern. Der Täter war ein 16-jähriger Schüler aus der Region Schytomyr, der von russischen Geheimdiensten rekrutiert worden war.
Laut SBU war der Organisator des Terroranschlags der russische Geheimdienst, der den jungen Mann rekrutiert und ihm eine Belohnung für die Ausführung einer Straftat versprochen hatte. Der Schüler erhielt von russischen Vorgesetzten detaillierte Anweisungen zum Bau eines Sprengsatzes. Um die Wirkung des Sprengsatzes zu verstärken, stopfte er ihn mit Metallschrauben und versteckte ihn in einem Kochtopf in seinem Rucksack.
Am 24. Februar fuhr der Junge anstatt zur Schule zu gehen, mit dem Taxi nach Schytomyr und stand dabei in ständigem Kontakt mit seinen russischen Kontaktpersonen. Dort angekommen, sollte er seine Kontaktpersonen benachrichtigen, woraufhin die Sprengsätze per Anruf auf ein mit dem Gerät verbundenes Mobiltelefon ferngesteuert gezündet werden sollten.
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU entdeckte jedoch die Pläne der russischen Besatzer im Vorfeld und nahm den minderjährigen Täter in der Nähe des geplanten Anschlagsortes fest. Derzeit ermitteln SBU-Beamte gegen den 16-Jährigen wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Terroranschlags. Nach ukrainischem Recht drohen ihm bis zu zwölf Jahre Haft und die Einziehung seines Vermögens.

