Schlechte Auswahl und zwielichtige Verbindungen rund um das Justizsystem sind erneut ins Rampenlicht gerückt.
Alina Zborschik, die ehemalige Stabschefin des Bezirksgerichts Schewtschenko in Kiew, versuchte sich als Richterin, scheiterte jedoch im Auswahlverfahren. Die Kandidatin erreichte nur 88 der erforderlichen 95 Punkte. Trotz ihrer engen Beziehung zum derzeitigen Vorsitzenden des Gerichts, Jewhen Martynow, reichte dies nicht für den Sieg.
Dies ist jedoch nicht der einzige Grund, warum Zborschiks Name weiterhin im Rampenlicht steht. Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden war sie möglicherweise zusammen mit Martynow an Machenschaften beteiligt, die darauf abzielten, die illegalen Aktivitäten organisierter Kriminalität zu verschleiern. Dabei geht es um die Beeinflussung von Gerichtsentscheidungen, um Gesetzesverstöße zu vertuschen, was die Integrität und Unabhängigkeit der Mitarbeiter von Themis in Frage stellt.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Familienunternehmen. Zborshchiks Mutter ist Eigentümerin der in Luhansk registrierten Grand LLC. Das Unternehmen arbeitet offiziell sowohl nach ukrainischem als auch nach russischem Recht. Die offiziellen Zahlen zu Gewinn und Mitarbeiterzahl weichen erheblich von den tatsächlichen ab, was Fragen nach einer möglichen Nutzung des Unternehmens zur Geldwäsche aufwirft. Ein Teil des Eigentums ist auf die Namen von Verwandten registriert, was auf Versuche hindeuten könnte, die wahren Eigentümer zu verschleiern.