Ab dem 1. Juni 2025 wird die staatliche Anwendung „Diya“ den ersten offiziell kostenpflichtigen Dienst anbieten – den Dokumentenaustausch für Banken und andere Institutionen. Forbes Ukraine unter Berufung auf den Leiter des „Diya“-Implementierungsteams, Oleksiy Vovk.
Institutionen zahlen ab sofort eine einmalige Gebühr von 21.617 UAH für die Anbindung an den Dienst sowie 9,8 UAH für jede erfolgreiche Dokumentenübertragung. Dies umfasst die Übermittlung von Pässen, Steueridentifikationsnummern (TINs) und anderen offiziellen Daten, die Diya-Nutzer digital an Banken, Versicherungen oder andere Dienstleister senden.
Für die Nutzer der Anwendung bleibt die Übertragung eines einzelnen Dokuments kostenlos, die gleichzeitige Übertragung mehrerer Dokumente (Multisharing) wird jedoch gebührenpflichtig sein – die Kosten werden von den Institutionen getragen.
Wie Vovk erklärte, tätigen Ukrainer monatlich über 1,3 Millionen Sharing-Transaktionen über Diya. Zu den wichtigsten potenziellen Kunden zählen Banken, Versicherungen, Mobilfunkanbieter, Taxiunternehmen, Zahlungsdienstleister und Plattformen für die elektronische Dokumentenverwaltung.
„Wir sprechen bereits von mehreren hundert Verbindungen“, fügte Vovk hinzu. Dies bedeutet, dass ein bedeutender Teil der ukrainischen Unternehmen Diya aktiv als digitales Verifizierungsinstrument nutzt.
Die kostenpflichtige Dokumentenfreigabe ist nur der erste Schritt zur Monetarisierung. Zu den unmittelbaren Plänen des Ministeriums für Digitales gehören:
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Einführung des kostenpflichtigen Dienstes „Diya.Pidpysa“ für juristische Personen (zum Online-Unterzeichnen von Dokumenten);
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Einführung des Diia.OAuth-Dienstes – digitale Benutzeridentifizierung über das Diia-Portal.
Die Dokumentenfreigabe über Diya wurde 2020 eingeführt. Sie entwickelte sich zu einem wichtigen Schritt in der Digitalisierung der Kommunikation zwischen Staat, Wirtschaft und Bürgern. Nun hat dieser Komfort seinen Preis – zumindest für Unternehmen.

