Das Gericht wies den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft für Dmytro Zagumenny, den Leiter des Stabes der Kiewer Stadtverwaltung, zurück. Auch den Antrag auf seine Entlassung lehnte das Gericht ab. Dies teilte die Kiewer Stadtverwaltung mit.
Zagumenny selbst erklärte nach dem Treffen, die Entscheidung sei logisch, da die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen nicht durch Beweise gestützt würden:
«Mir wird eine angebliche Verschwörung vorgeworfen – zu einer unbekannten Zeit, an einem unbekannten Ort und mit unbekannten Personen. Es wurden weder Argumente noch Beweise vorgelegt, alles beruhte lediglich auf Annahmen und Spekulationen».
Seinen Angaben zufolge hat der Fall einen politischen Hintergrund und zielt darauf ab, die Arbeit des Bürgermeisters von Kiew, des Kiewer Stadtrats und seines Exekutivorgans zu blockieren.
Am 14. August meldeten Polizeibeamte Dmytro Zagumenny und dem ehemaligen Leiter des städtischen Unternehmens „ATP Kiewer Stadtverwaltung“ einen Verdachtsfall. Ihnen wird vorgeworfen, ein privates Gebäude im Wert von fast 1,3 Millionen Hrywnja mit Mitteln des städtischen Haushalts repariert zu haben.
Zagumenny leitet die Kiewer Stadtverwaltung seit Herbst 2018. Der Fall bezüglich seiner Aktivitäten wird derzeit von den Strafverfolgungsbehörden untersucht, er übt aber weiterhin seine Amtsgeschäfte aus.

