Ein Gericht in Tschernihiw verurteilte einen Blogger wegen Bedrohung von Militärangehörigen zu einer Haftstrafe

Das Nowosavodskyj-Bezirksgericht von Tschernihiw hat einen Blogger für schuldig befunden, der zu Gewalt gegen Vertreter der Territorialen Rekrutierungszentren aufgerufen und antisemitische Äußerungen verbreitet hat.

Wie der „Court Reporter“ berichtete, wurde das Urteil am 24. Oktober 2025 verkündet.

Im Juli 2023 veröffentlichte ein Mann, der den YouTube-Kanal „Ordinary Guy“ betreibt, ein Video mit dem Titel „Gegen die Schabolds des TCC. Selbstverteidigung. Hammer, Steine, Salz, Pfeffer, Sand, Zitronensäure, Benzin, Armaturen.“ In dem Video demonstrierte er die von ihm empfohlenen Mittel zur „Verteidigung“ gegen Vertreter des TCC und rief damit faktisch zum Einsatz von Gewalt gegen Militärkommissare auf.

Zwei Monate später veröffentlichte der Blogger ein weiteres Video mit dem Titel „Die grausamsten Angestellten von Einkaufszentren in der Ukraine“, in dem er Angestellte namentlich nannte, ihre Gesichter und ihren Aufenthaltsort zeigte und offen aggressive und gefährliche Aufrufe verbreitete.

Darüber hinaus wurden auf seinem Kanal Videos mit antisemitischen Äußerungen gefunden. Während des Prozesses versuchte der Angeklagte sich zu rechtfertigen und erklärte, er hege keinen Hass gegen das jüdische Volk und die Beiträge seien von seinem Moderator verfasst worden.

Dem Gericht zufolge stammt der Mann aus der Republik Sacha (Russische Föderation) und wurde zum Zeitpunkt seiner Festnahme im April 2024 bereits wegen Wehrdienstverweigerung gesucht. Vor Gericht weigerte er sich, sich als ukrainischer Staatsbürger anzuerkennen, und behauptete, er sei „in der UdSSR geboren“ und erkenne die Legitimität der ukrainischen Militärstrukturen nicht an.

Eine psychiatrische Untersuchung ergab, dass der Mann eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung hatte, er aber in der Lage war, sich seiner Handlungen bewusst zu sein und sie zu kontrollieren.

Das Gericht befand den Blogger der Behinderung der rechtmäßigen Aktivitäten der ukrainischen Streitkräfte und der Anstiftung zum Nationalhass für schuldig. Er wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt.

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