Der 4. Februar vereint wichtige internationale Initiativen, kirchliche Traditionen und volkstümliche Symbole, die seit Langem zur Vorhersage des Frühlings verwendet werden. In der Ukraine ist dieser Tag kein offizieller Feiertag, hat aber sowohl im weltlichen als auch im spirituellen Kalender symbolische Bedeutung.
Der Weltkrebstag wird am 4. Februar begangen. An diesem Tag soll über Krebsprävention, Früherkennung und Behandlung aufgeklärt werden. Er ist sowohl für die medizinische Fachwelt als auch für Menschen, die gegen die Krankheit gekämpft haben oder noch immer kämpfen, von großer Bedeutung.
Darüber hinaus begehen wir heute auf internationaler Ebene den Vorlesetag, den Staubsaugertag, den Schulspieltag, den Tag der Wertschätzung der Postboten sowie den Jahrestag der Gründung eines der bekanntesten sozialen Netzwerke der Welt.
In der Ukraine ist der 4. Februar kein gesetzlicher Feiertag, aber er ist mit den Geburtstagen bekannter Persönlichkeiten verbunden. Zu ihnen gehören der Volkskundler Kliment Kvitka, der Psychologe Stepan Baley, der Euromaidan-Teilnehmer und Held der Himmlischen Hundert, Wassyl Aksin, der berühmte Fußballspieler Oleg Protasov sowie der Verteidiger des Flughafens Donezk, einer der „Cyborgs“, Serhij Kolodij.
Nach dem orthodoxen Kalender wird an diesem Tag der heilige Nikolaus der Bekenner, Abt des Klosters Studia, geehrt. Gläubige glauben, dass er die Gabe der Heilung besaß und wenden sich daher mit Gebeten um Gesundheit und Schutz an ihn. Nach der alten kirchlichen Tradition gedenkt man am 4. Februar des Apostels Timotheus von Ephesus aus den 70er Jahren und des Märtyrers Anastasius des Persers.
In der Volkstradition ist dieser Tag als Nikolaus der Studit bekannt. Unsere Vorfahren hielten ihn für rau und brachten ihn mit strengem Frost und Schneestürmen in Verbindung. Deshalb vermieden die Menschen lange Reisen. Laut einer Legende verhieß ein „weinendes“ Fenster an diesem Tag einen frühen Frühling, während ein zugefrorenes Fenster anhaltende Kälte bedeutete. Nebel kündigte einen wechselhaften Februar an, und Risse im Eis der Flüsse eine rasche Erwärmung.
Dieser Tag war traditionell dem Gebet, der Viehpflege und den Hausarbeiten gewidmet. Man glaubte, dass ein Haus Wohlstand bringen würde, wenn eine Katze oder ein Hund im Bett des Besitzers schlief.
Nach volkssprachlichem Glauben sollte man am 4. Februar keine langen Reisen unternehmen oder in den Wald gehen, da die Gefahr besteht, wilden Tieren zu begegnen. Es wurde auch empfohlen, vorsichtig mit scharfen Gegenständen umzugehen, da Wunden, die an diesem Tag zugezogen werden, angeblich länger zum Heilen brauchen.

