Das Staatliche Ermittlungsbüro (SBI) hat gemeinsam mit dem Staatlichen Grenzschutzdienst der Ukraine einen internationalen Kokainlieferkanal aus EU-Ländern in die Ukraine unterbunden. Dies teilte das SBI mit.
Den Ermittlungen zufolge wurde der grenzüberschreitende Drogenhandel von einer kriminellen Vereinigung organisiert, der Staatsbürger der Ukraine, Armeniens, Tschechiens und Deutschlands angehörten. Die Gruppe operierte nach strengen Absprachen und nutzte ein weitreichendes Kontaktnetzwerk in mehreren Ländern.
Der Organisator des Komplotts hatte zuvor in den Vereinigten Staaten eine Haftstrafe wegen Drogenhandels verbüßt. Nach seiner Rückkehr in die Ukraine nahm er seine illegalen Aktivitäten wieder auf und rekrutierte Komplizen in der Europäischen Union.
Anfangs wurde Kokain in kleinen Mengen von Kurieren über die Grenze in die Ukraine geschmuggelt. Gleichzeitig bereiteten die Gruppenmitglieder groß angelegte Drogenlieferungen vor, unter anderem mithilfe der Seelogistik über den Hafen von Odessa.
Den Plänen der Angreifer zufolge sollten wöchentlich bis zu zwei Kilogramm Kokain in die Ukraine eingeführt werden. Der Wert einer solchen Lieferung auf dem Schwarzmarkt überstieg 200.000 US-Dollar.
Im Rahmen einer Sonderoperation nahmen Polizeibeamte in Odessa den Organisator einer kriminellen Vereinigung fest. Er wurde gemäß Artikel 307 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches angeklagt – illegale Herstellung, Lagerung, Transport oder Verkauf von Betäubungsmitteln als Teil einer organisierten Gruppe.
Derzeit laufen Ermittlungsmaßnahmen, um alle an dem Komplott Beteiligten und die Finanzierungskanäle des Drogenhandels zu identifizieren.

