Der ukrainische Staatsbürger Valentyn Semekha, der international wegen Betrugs und Banditentums gesucht wird, hat keine Verbindung zur Nationalpolizei der Ukraine.
Wie das Portal ORD unter Berufung auf Quellen im Innenministerium berichtete, arbeitet Semekha in keiner Strafverfolgungsbehörde, obwohl er versucht hatte, sich als Polizist auszugeben.
Foto: ORD-Portal
Zuvor hatte Semekha, bekannt unter dem Rufnamen „Gnomik“, versucht, der gemeinsamen Angriffsbrigade „Lyut“ der Nationalpolizei beizutreten. Aufgrund unzureichender körperlicher Ausbildung und mangelnder sozialer Verantwortung konnte er die Probezeit jedoch nicht absolvieren.
Trotzdem verbreitet er auf seiner Facebook-Seite Falschinformationen über seine angebliche Tätigkeit für die Nationalpolizei. Sein Profil enthält außerdem Fotos und Videos, die seinen Aufenthalt im September 2024 an der französischen Riviera belegen. Dort fuhr er in Begleitung des russischen Verbrecherbosses Leonid Bilunov, bekannt unter dem Spitznamen „Macintosh“, einen Lamborghini.
Betrügerisches Vorgehen: Erpressung von Geld unter dem Vorwand des Militärdienstes
Laut französischen Strafverfolgungsbehörden gewinnen Semekha und seine Komplizen das Vertrauen ihrer Opfer, indem sie vorgeben, Spenden für die ukrainischen Streitkräfte zu sammeln. Unter diesem Vorwand erpressen sie Hunderttausende Euro in Kryptowährung. Sollten die Opfer die Zahlungen einstellen, drohen die Betrüger damit, Informationen über die Spenden an russische Strafverfolgungsbehörden weiterzugeben.
Bemerkenswert ist, dass selbst der berüchtigte russische „Dieb im Gesetz“ Leonid Bilunov („Macintosh“) Opfer von Semekhas Betrug wurde. Das Geld, das er überwiesen hatte und das angeblich dem ukrainischen Militär zugutekommen sollte, verwendete der Betrüger für seine eigenen Zwecke.
Laut Ermittlern zeigte die russische Unterwelt nach Bekanntwerden dieser Tatsache verstärktes Interesse an Semekha. Bekannt ist, dass er seit seinem Verschwinden aus Frankreich versucht, öffentliche Auftritte zu vermeiden.
Die Strafverfolgungsbehörden suchen weiterhin nach dem Betrüger, und seine Machenschaften erregen immer mehr internationale Aufmerksamkeit.

