Der Fall einer 31-jährigen Kriminellen, die einer Frau 18.000 Dollar versprochen hatte, um die Entlassung ihres Mannes aus dem Militärdienst zu erwirken, wurde in Kiew vor Gericht gebracht, wie die Polizei der Hauptstadt mitteilte.
Den Ermittlungen zufolge fand die Verdächtige eine Klientin, deren Ehemann eingezogen worden war und in einer der Militäreinheiten in Kiew diente. Die Angreiferin versicherte der Frau, sie verfüge über die nötigen Kontakte und könne Dokumente ausstellen, die die Wehruntauglichkeit ihres Mannes bestätigten.
Das Schema sah vor, den „Klienten“ zunächst zur Sanitätseinheit der Militäreinheit und anschließend in eine medizinische Einrichtung zu schicken, wo das Vorliegen von Krankheiten festgestellt werden sollte, die einen Grund für die Entlassung aus der Armee und den Ausschluss von der Wehrpflicht darstellen würden.
Die Angeklagte wurde von Polizeibeamten festgenommen, als sie den vereinbarten Geldbetrag entgegennahm. Sie wurde gemäß Artikel 369-2 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches angeklagt – wegen unrechtmäßiger Vorteilsnahme durch Beeinflussung einer Amtsentscheidung in Verbindung mit Erpressung.
Die Voruntersuchung ist abgeschlossen, die Anklageschrift wurde dem Gericht zugestellt. Dem Angeklagten drohen bis zu acht Jahre Haft und die Einziehung seines Vermögens.

