Die Sängerin Zhenya Galich zeigte sich empört über den protzigen Urlaub von Influencern in einem teuren Resort

Der Musiker und Bandleader O. Torvald Zhenya Galich hat sich öffentlich zu den zahlreichen Beiträgen reichweitenstarker ukrainischer Blogger geäußert, die ihren Urlaub im Luxusresort Bukovel zur Schau stellen. Der Künstler betonte, dass er grundsätzlich nichts gegen Urlaub habe, mahnte aber dazu, diesen während des Krieges nicht in den sozialen Netzwerken zu verbreiten.

In seinem Social-Media-Beitrag merkte Halych an, dass ihn vor allem die öffentliche Zurschaustellung von Luxus und Freizeit vor großem Publikum empöre. Seiner Meinung nach gehe es nicht darum, Erholung, Urlaub oder Konzerte zu verbieten, sondern um das protzige Zurschaustellen der Elemente eines teuren Lebensstils – Essen, Alkohol, Swimmingpools und Wellnessbehandlungen.

Der Musiker stellte eine rhetorische Frage, warum Blogger solche Inhalte veröffentlichen, wenn doch jeder den Wert eines solchen Urlaubs genau versteht. Er betonte, dass er keine Erklärung dafür finden könne, wie es für diejenigen aussieht, die täglich an vorderster Front ihr Leben riskieren und den Feind aufhalten, damit Zivilisten in relativer Sicherheit leben können.

Halych mahnte diejenigen, die die Möglichkeit haben, sich auszuruhen, dies ruhig und ohne unnötige Öffentlichkeit zu tun, um die Gesellschaft nicht zu provozieren und die Emotionen unter Kriegsbedingungen nicht weiter anzuheizen.

Der Beitrag des Musikers löste eine lebhafte Diskussion in den Kommentaren aus. Einige Nutzer dankten dem Künstler für seine klare Position und unterstützten seine Meinung. Andere sind der Ansicht, dass jeder Mensch das Recht hat, sein Leben und sein Geld nach eigenem Ermessen zu verwalten, unabhängig von den Umständen, und dass das Veröffentlichen von Urlaubsfotos eine persönliche Entscheidung ist. Es wurde auch argumentiert, dass Militärangehörige und ihre Familien ebenfalls in Bukovel Urlaub machen und ihnen das Teilen von Fotos nicht verboten werden sollte.

Einige Kommentatoren merkten an, dass Zurschaustellung in sozialen Netzwerken oft mit dem Wunsch nach Zustimmung und Likes des Publikums einhergeht und die Inhalte selbst auf Wunsch der Abonnenten gestaltet werden. Gleichzeitig betonten einige, dass das für einen Luxusurlaub ausgegebene Geld auch der Unterstützung des Militärs zugutekommen könnte, doch eine solche Entscheidung bringt Bloggern keine öffentliche Wirkung.

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