Die Vereinigten Staaten verstärken ihre Militärhilfe für die Ukraine und liefern Waffen, die Ziele tief im Inneren der Russischen Föderation treffen können, sagte der Ständige Vertreter der USA bei der NATO, Matthew Whitaker, in einem Interview mit Fox News.
Ihm zufolge haben die USA Waffen im Wert von rund einer Milliarde Dollar direkt an die Ukraine geliefert. Darüber hinaus haben die NATO-Verbündeten im vergangenen Monat den gleichen Betrag für den Kauf von Waffen für die ukrainische Armee ausgegeben.
„Wir geben der Ukraine die Möglichkeit, weiter entfernte Ziele in Russland anzugreifen. Präsident Trump ist vor allem daran interessiert, dass sich die Ukraine verteidigen kann. Die Stärkung des Angriffspotenzials wird auch bei offensiven Operationen hilfreich sein“, betonte Whitaker.
Der Diplomat machte keine Angaben zum Waffentyp und seiner genauen Reichweite. Auch ist nicht ganz klar, ob das Ziel russisches Territorium oder die besetzten Gebiete der Ukraine ist.
Whitaker fügte hinzu, dass die ukrainischen Angriffe etwa 20 Prozent der russischen Ölraffineriekapazität zerstört hätten. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, die Angriffe auf russisches Territorium seien mit ukrainischen Waffen und ohne Abstimmung mit Washington durchgeführt worden.
Der US-Vertreter wies darauf hin, dass sich der Ansatz der Regierung Donald Trump von der Strategie seines Vorgängers Joe Biden unterscheide. Insbesondere werde die Hilfe für die Ukraine nicht direkt von den US-Steuerzahlern bezahlt, Verhandlungen mit Moskau seien im Gange und Kiew erhalte die Mittel, um auch weiter entfernte Ziele anzugreifen.
„Wir alle wollen, dass dieser Krieg endet. Dies ist nicht Donald Trumps Krieg, aber er möchte auf jeden Fall, dass die Morde und Angriffe auf ukrainische Städte aufhören“, betonte Whitaker.