FSB-Agent mit Sprengstoff in Kiew festgenommen

Der ukrainische Sicherheitsdienst hat einen großangelegten Terroranschlag im Zentrum von Kiew verhindert und die Bedrohung im Vorfeld beseitigt. Dank einer Spezialoperation nahmen Beamte des Gegenspionagedienstes einen Agenten des russischen Geheimdienstes fest, der die Zündung eines Sprengsatzes in der Nähe eines SBU-Gebäudes plante.

Den Ermittlungen zufolge rekrutierten russische Drahtzieher über Telegram-Kanäle eine 22-jährige Einwohnerin von Lwiw, die drogenabhängig war und nach schnellem Geld suchte. Sie reiste nach Kiew, wo ihr im Voraus eine Wohnung im Stadtzentrum angemietet wurde.

Russische Agenten lieferten ihr per Kurier eine Mini-Überwachungskamera, die sie auf dem Balkon ihrer Mietwohnung installierte. Dadurch konnten die Besetzer die Lage in Echtzeit überwachen und die Planung des Terroranschlags anpassen. Sie planten sogar, die Folgen der Explosion online zu dokumentieren.

Der Terroranschlag sollte in einer der zentralen, belebten Straßen der Hauptstadt stattfinden. Obwohl das Gebäude, in dessen Nähe die Explosion geplant war, nicht von SBU-Beamten genutzt wird, hätten aufgrund seiner Verlegung während des Krieges Zivilisten zu Opfern werden können.

Der SBU handelte proaktiv und nahm die russische Agentin genau in dem Moment fest, als sie die Tasche mit dem Sprengstoff aus dem Versteck entgegennahm.

Bei der Durchsuchung wurden folgende Gegenstände bei ihr sichergestellt:

  • Ein improvisierter Sprengsatz mit einer Sprengkraft von 7 kg TNT-Äquivalent, der ausreichte, um schwere Schäden und Massenopfer zu verursachen.
  • Das Mobiltelefon, mit dem sie russische Kuratoren kontaktierte.

Die Frau wurde bereits wegen des Verdachts auf Verstöße gegen mehrere Artikel des ukrainischen Strafgesetzbuches angezeigt:

  • Hochverrat (Teil 2, Artikel 111) – begangen unter Kriegsrecht.
  • Vorbereitung eines terroristischen Angriffs (Artikel 14 Absatz 1, Artikel 258 Absatz 2) – durch vorherige Verschwörung einer Personengruppe.
  • Unerlaubter Umgang mit Sprengstoffen (Teil 1 des Artikels 263).

Ihr droht eine lebenslange Haftstrafe mit Einziehung ihres Vermögens.

Der SBU führt weiterhin dringende Ermittlungen durch, um alle an der Planung und Vorbereitung des Terroranschlags Beteiligten zu identifizieren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Identifizierung der russischen Führungsoffiziere, die die Aktionen des Agenten koordinierten.

Die Sonderoperation erfolgte unter der verfahrenstechnischen Leitung der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine.

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