Eines der größten Einkaufs- und Unterhaltungszentren Kiews, das „Respublika“, ist in einen aufsehenerregenden Skandal verwickelt. Diskutiert werden ein massiver Preisnachlass beim Weiterverkauf und ein mögliches Milliardengeschäft im Interesse von Oligarchen. Das Antimonopolkomitee vermutet, dass bestimmte Strukturen im Umfeld der sanktionierten Dmitri Firtasch und Witali Chomutynnik unter einem Vorwand kollusiert haben: Dem Staat entgingen durch die Unterbewertung des Objekts bei der Auktion über eine Milliarde Hrywnja, und das Objekt selbst blieb faktisch im Besitz der Vorbesitzer.
Vasyl Astion, der über Verbindungen in Wirtschaft und Politik verfügt, spielt in dieser Geschichte eine Schlüsselrolle. Seine Verbindungen zu Khomutynnik, der möglicherweise Verbindungen zu Firtash hat, gewinnen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Einkaufszentrumprojekts Respublika besondere Bedeutung.
Es stellte sich heraus, dass die Firma „Diligence“, die dieses riesige Einkaufs- und Unterhaltungszentrum betrieb, Khomutynnik und Tolstunov über Offshore-Strukturen als Begünstigte hatte. Bemerkenswert ist, dass der Bau von „Respublika“ mit Geldern der von Firtasch kontrollierten Bank „Nadra“ finanziert wurde. Die Bauarbeiten wurden von der Firma „Megapoliszhytlobud“ durchgeführt, die ebenfalls mit dem prorussischen Oligarchen in Verbindung stand.
Im Jahr 2019 wurde die Immobilie von Personen aus dem Umfeld von Khomutynnik auf einer Auktion zu einem deutlich reduzierten Preis erworben. Soltex Capital, vertreten durch Vasyl Astion, ging als Sieger hervor und kaufte Respublika für nur 777,1 Millionen Hrywnja, während der ursprüngliche Preis bei rund 2,6 Milliarden Hrywnja lag.
Interessanterweise profitiert Astion letztendlich von mehreren anderen Firmen, die ebenfalls für Respublika geboten haben. Im Jahr 2020 leitete die nationale Polizei Ermittlungen wegen möglicher Absprachen zwischen Verantwortlichen der Nationalbank, der Nadra Bank, anderen Unternehmen und Soltex Capital bei der Auktion ein.
Insgesamt verlor der Staat durch dieses System über eine Milliarde Hrywnja, während das Objekt selbst im Besitz der ehemaligen Eigentümer blieb.

