Die Pläne der ukrainischen Regierung, die Verbrauchssteuern auf Diesel und Benzin zu erhöhen, stoßen bei kleinen und mittleren Unternehmen auf heftige Kritik. Ruslan Sobol, Vorsitzender des Verbandes der Klein- und Mittelständischen Unternehmer, warnte bereits vor den möglichen Folgen einer solchen Entscheidung.
Darüber hinaus wird sich eine solche Erhöhung laut dem Experten auf die Preise auswirken, sodass letztendlich alle Ukrainer mehr bezahlen müssen.
„Die Folgen der Verbrauchssteuererhöhung sind ganz einfach. Unternehmen dürfen die Produktion von Waren oder Dienstleistungen nicht subventionieren. Daher werden wir – wie immer – am Ende die Kosten für diese Erhöhungen tragen – als Endverbraucher, als Bürger. Wir müssen uns bewusst machen, dass all dies nicht nur irgendwelchen Unternehmen oder dem Militär zugutekommt. Wir alle werden einfach etwas mehr bezahlen. Wir werden etwas schlechter leben. Wir werden den Gürtel etwas enger schnallen müssen“, erklärte Sobol.
Seinen Angaben zufolge wird diese Erhöhung die Wirtschaft sicherlich beeinträchtigen, denn es sei schon jetzt ohne Steuererhöhung recht schwierig, Geschäfte zu tätigen.
„Einige werden überleben, andere werden den Markt verlassen und gezwungen sein, Mannschaften aufzulösen. Das wird die Belastung des Arbeitsmarktes erhöhen und die Arbeitslosigkeit steigern. Das sind die möglichen Folgen“, fasste er zusammen.

