Das Antimonopolkomitee der Ukraine hat eine Absprache zwischen zwei Unternehmen bei der öffentlichen Beschaffung von Uniformen für das Regionale Klinikum für Notfall- und Katastrophenmedizin in der Region Iwano-Frankiwsk festgestellt. Infolge der Untersuchung wurden die GmbHs „Company Textile Group“ und „Spetstorg Trade“ jeweils mit einer Geldstrafe von 68.000 Hrywnja belegt.
Diese Ausschreibung fand 2023 statt. Vier Teilnehmer waren beteiligt: FOP Oleg Mosiychuk, die GmbH „UMTK Trade“ sowie die beiden zuvor genannten Unternehmen, die, wie sich herausstellte, zusammenarbeiteten. Das höchste Gebot in der Auktion kam von der „Textile Group Company“ – 1,1 Millionen Hrywnja. Das niedrigste Gebot lag bei „Spetstorg Trade“ – 883.000 Hrywnja. Mit diesem Unternehmen wurde ein Vertrag über die Lieferung von 718 Sommeranzügen und Fleecejacken für Ärzte abgeschlossen.
Ein Sommer-Set (Hose und Jacke) kostete 1.232 Hrywnja, eine Fleecejacke 817 Hrywnja. Trotz des wirtschaftlich günstigen Angebots ergab die Untersuchung der AMCU, dass die Teilnehmer ihre Aktionen im Vorfeld koordiniert hatten und damit gegen die Regeln des fairen Wettbewerbs verstießen.
Laut Opendatabot haben beide Unternehmen Verbindungen nach Iwano-Frankiwsk. Die Gründer sind Oksana Kydyk und Oleksandr Shiryna. Trotz der aufgedeckten Verschwörung wirft die Höhe der Geldstrafe – lediglich 68.000 Hrywnja pro Unternehmen – Fragen hinsichtlich der Wirksamkeit des Kartellrechts bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen auf.

