Mitglieder einer organisierten Betrügergruppe, die sich unter dem Deckmantel von Freiwilligen neun Wohnungen in der Hauptstadt und der Region Kiew angeeignet haben, werden in Kiew vor Gericht erscheinen, wie die Kiewer Polizei mitteilte.
Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden handelte es sich bei dem Organisator des Komplotts um einen 48-jährigen Einwohner der Hauptstadt, der fünf weitere Personen im Alter von 37 bis 53 Jahren, darunter drei Frauen und zwei Männer, in kriminelle Aktivitäten verwickelte.
Die Täter handelten nach einem vorgeplanten Schema: Sie suchten gezielt nach sozial schwachen Personen in schwierigen Lebenslagen, die über Immobilien verfügten. Um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen, gaben sie sich als Freiwillige aus, brachten Essen und andere notwendige Dinge und erweckten so den Anschein von Fürsorge.
Anschließend boten sie „Hilfe“ beim Verkauf von Wohnungen an, angeblich um kleinere Häuser zu erwerben, und versprachen den Eigentümern zusätzliche Mittel für ihren Bedarf. In Wirklichkeit brachten die Betrüger die Eigentumsurkunden in ihren Besitz und ließen die Eigentumsrechte für fiktive Personen oder sich selbst eintragen, wodurch die wahren Eigentümer obdachlos wurden.
Infolge dieser Handlungen eigneten sich die Angeklagten unrechtmäßig neun Wohnungen im Wert von insgesamt rund 14 Millionen Hrywnja an. Es wurde festgestellt, dass sie versuchten, fünf weitere Wohnungen in Besitz zu nehmen, was jedoch von den Strafverfolgungsbehörden verhindert wurde. Das unrechtmäßig angeeignete Eigentum wurde inzwischen beschlagnahmt.
Dem Organisator und seinen Komplizen drohen bis zu 12 Jahre Haft und die Einziehung von Vermögenswerten.

