Die Strafverfolgungsbehörden meldeten einem ehemaligen Beamten der Abteilung für städtische Sicherheit der Kiewer Stadtverwaltung einen Verdacht wegen angeblicher Verstöße bei der öffentlichen Auftragsvergabe, die zu Verlusten in Millionenhöhe für den Haushalt geführt hätten.
Den Ermittlungen zufolge war der Verdächtige im November 2023 für die Organisation und Kontrolle des Beschaffungsprozesses in der Abteilung zuständig. Er sollte die Angemessenheit der Preise, die Qualität der Waren und die Übereinstimmung der Angebote der Bieter mit den Marktbedingungen überprüfen.
Die Ermittler stellten jedoch fest, dass der Beamte bei der Beschaffung der Baumaterialien keine ordnungsgemäße Kostenanalyse durchgeführt hatte. Infolgedessen erhielt ein Unternehmen den Zuschlag für die Ausschreibung, das Baumaterialien – Bretter, Rohre, Nägel und Balken – zu Preisen anbot, die deutlich über dem durchschnittlichen Marktpreis lagen.
Aufgrund dieser Handlungen zahlte die Behörde etwa 1,8 Millionen Hrywnja zu viel aus dem Stadthaushalt. Dies ist die Summe, die die Strafverfolgungsbehörden als entstandenen Schaden betrachten.
Derzeit laufen Voruntersuchungen. Die Ermittler klären alle Umstände des Vertragsabschlusses und die mögliche Beteiligung weiterer Personen an dem Komplott. Sollte sich der ehemalige Beamte als schuldig erweisen, drohen ihm strafrechtliche Konsequenzen.

