Der ukrainische Sicherheitsdienst hat einen weiteren Agenten russischer Geheimdienste in Saporischschja enttarnt. Laut den Ermittlungen kooperierte der 42-jährige Einheimische mit dem FSB als Koordinator von Luftangriffen und übermittelte den Besatzern die Koordinaten ukrainischer Objekte.
Laut SBU geriet der Mann ins Visier des russischen Geheimdienstes, nachdem er begonnen hatte, prorussische Kommentare auf Telegram-Kanälen zu veröffentlichen. Er wurde aus der Ferne angeworben und mit der Aufgabe betraut, Informationen über die Lage in der Stadt zu sammeln.
Die wichtigsten Ziele des FSB waren:
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Ukrainische Kontrollpunkte;
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Militärversammlungen;
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Einrichtungen der kritischen Infrastruktur, insbesondere Verteidigungsunternehmen.
Der Agent nutzte ein Mobiltelefon zur Informationsbeschaffung: Er fotografierte Objekte und trug deren Koordinaten in Google Maps ein. Laut den Ermittlungen installierte er außerdem eine versteckte Kamera in der Nähe einer Autobahn, um die Bewegungen ukrainischer Panzerfahrzeuge in südlicher Richtung zu verfolgen.
Die Cyberexperten des SBU dokumentierten die Handlungen des Verdächtigen. Bei der Durchsuchung wurde ein Mobiltelefon sichergestellt, das Hinweise auf Kontakte zu russischen Geheimdiensten enthielt.
Der Inhaftierte wurde bereits über den Verdacht gemäß Artikel 111 Absatz 2 des Strafgesetzbuches der Ukraine – Hochverrat unter Kriegsrecht – informiert.
Der Mann befindet sich derzeit in Haft. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe mit Einziehung seines Vermögens.
Die operativen Maßnahmen wurden gemäß den Verfahrensrichtlinien der Generalstaatsanwaltschaft durchgeführt.

