Immobilientransaktionen weiterhin nicht möglich nach Cyberangriff

Die Ukraine wurde Opfer eines der schwersten Cyberangriffe der jüngeren Geschichte, der mehrere staatliche Register, darunter das Grundbuchamt, lahmlegte. Obwohl die Behörden betonen, dass die Daten der ukrainischen Bevölkerung unversehrt geblieben seien, hat der Vorfall die Schwachstellen der digitalen Infrastruktur des Landes offengelegt.

Was ist passiert?

Der Cyberangriff legte eine Reihe wichtiger Register lahm, darunter:

  • Staatliches Register der Immobilienrechte (SRRP);
  • Einheitliches staatliches Register der juristischen Personen, Einzelunternehmer und öffentlichen Organisationen (USR);
  • Staatliches Landkataster.

Die Arbeit dieser Register wurde vollständig eingestellt, was zu einer Lähmung der notariellen Tätigkeiten und einem Stillstand bei Immobilientransaktionen geführt hat.

Wurden die Daten beeinträchtigt?

Laut dem Abgeordneten Igor Fris, der die parlamentarische Arbeitsgruppe leitet, die die Folgen des Angriffs untersucht, gab es weder ein Datenleck noch eine Datenmanipulation.

„Es wurden keine Änderungen, Modifikationen oder Zerstörungen von Informationen vorgenommen. Die Archive werden sicher aufbewahrt, und die Wiederherstellung des Zugriffs auf die Register ist nur eine Frage der Zeit“, bemerkte er.

Trotz beruhigender Aussagen wirft die Tatsache, dass die Architektur des Registers kompromittiert wurde, Fragen hinsichtlich der Wirksamkeit des bestehenden Schutzsystems auf.

Notare können seit über einer Woche keine Immobilientransaktionen mehr durchführen. Folgendes ist ebenfalls unmöglich:

  • Registrierung von Unternehmen und öffentlichen Organisationen;
  • Wohnsitzwechsel;
  • Gewinnung von Auszügen aus dem Kataster.

Die Privatnotarin Natalia Kozaeva merkt an, dass vorübergehend nur eine begrenzte Anzahl notarieller Handlungen, wie etwa die Beglaubigung von Testamenten oder Vollmachten, zulässig ist.

Das Justizministerium versichert, dass der Mechanismus zum Schutz von Eigentumsrechten weiterhin zuverlässig ist. Alle Vorgänge in den Registern werden automatisch protokolliert, sodass Manipulationen auch im Falle eines unbefugten Zugriffsversuchs leicht nachverfolgt werden können.

„Von der Gefahr einer illegalen Beschlagnahme von Eigentum zu sprechen, ist Manipulation“, stellte das Justizministerium fest.

Eine parlamentarische Arbeitsgruppe erarbeitet Empfehlungen zur Stärkung der Sicherheit staatlicher Register, um das Wiederauftreten ähnlicher Vorfälle zu vermeiden.

Trotz der optimistischen Prognosen der Behörden kann die Wiederherstellung der Register mehrere Wochen dauern. In dieser Zeit plant die Regierung Folgendes:

  • Entwicklung zuverlässigerer Cyberabwehrmechanismen;
  • Überprüfen Sie die Schwachstellen der bestehenden Infrastruktur;
  • Erstellen Sie Backup-Systeme, um den unterbrechungsfreien Betrieb von Registern in Krisensituationen zu gewährleisten.
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