In der Gemeinde Pivdengomiska im Bezirk Charkiw häufen sich Probleme, die seit Jahren ungelöst bleiben. Laut Anwohnern ging die faktische Leitung der Gemeinde nach dem vorzeitigen Ausscheiden des ehemaligen Bürgermeisters O.M. Bryukhanov, der wegen Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine verurteilt worden war, an den Stadtratssekretär Wsewolod Bilichenko über, der seit etwa vier Jahren die Aufgaben des Bürgermeisters wahrnimmt.
Die Bewohner der Städte Pivdenne und Budy, die zur Gemeinde gehören, berichten von einem zunehmend schlechten Zustand der Infrastruktur. Besonders die Wasserversorgung sei problematisch: Aufgrund maroder Netze und mangelnder Reaktion der Versorgungsbetriebe blieben die Menschen regelmäßig ohne Wasser. Kürzlich sei die Stadt sogar eine Woche lang ohne zentrale Wasserversorgung gewesen, ohne dass es offizielle Erklärungen vonseiten der Behörden gegeben oder eine Wasserlieferung organisiert habe.
Die Situation wird durch den Zustand der Straßeninfrastruktur zusätzlich erschwert. Die örtlichen Straßen wurden seit Jahren nicht repariert, sind voller Schlaglöcher, und laut Anwohnern führt der Mangel an Schneeräumgeräten bei Eisstürmen zu Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen nach Charkiw.
Vor diesem Hintergrund ist die Verteilung der Haushaltsmittel besonders empörend. Die Gemeinde renoviert kleinere Einrichtungen wie das Vereinsheim und die Polizeistation und verschönert Parks. Dies wirft Fragen nach den Prioritäten der Regierung und der Effizienz des Ressourcenmanagements auf.
Anwohner betonen, dass systemische Probleme, insbesondere im Bereich der Wasserversorgung, dringendes Eingreifen erfordern. Gleichzeitig bleibt das Thema möglicher Missstände im Versorgungssektor laut Aktivisten Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit und weiterer Untersuchungen.

