Die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) hat beim Obersten Antikorruptionsgericht (HACC) Klage auf zivilrechtliche Einziehung von Vermögenswerten der Leiterin einer Abteilung einer der Bezirksverwaltungen von Kiew und ihrer Mutter eingereicht. Der Wert der Vermögenswerte beläuft sich auf über 7,8 Millionen UAH.
Laut NACP erhielt und verwendete die Beamtin im Zeitraum 2020–2025 insgesamt 3,185 Millionen UAH, die gemäß dem Gesetz zur Korruptionsbekämpfung nicht als rechtmäßig erworben gelten können. Die Gelder befanden sich auf ihrem Bankkonto, ihre offizielle Herkunft konnte jedoch nicht bestätigt werden.
Im selben Zeitraum erwarb die Mutter des Beamten eine Wohnung im Wert von 4,65 Millionen UAH in einem gehobenen Wohnkomplex nahe dem Stadtzentrum der Hauptstadt. Eine Analyse des Familieneinkommens ergab, dass die Familie nicht über die erforderlichen legalen Mittel für einen solchen Kauf verfügte.
Die südafrikanische Polizei (SAPO) beantragt beim Gericht, die Vermögenswerte für unbegründet zu erklären und sie als Staatseinnahmen einzuziehen. Das Oberste Verwaltungsgericht hat bereits die Wohnung des Beamten und weiteres Eigentum beschlagnahmt. Sollte das Gericht dem Antrag stattgeben, wird das Eigentum im Rahmen des zivilrechtlichen Einziehungsverfahrens konfisziert.
Dieser Fall ist ein weiteres Beispiel für die Anwendung eines Mechanismus, der es dem Staat ermöglicht, illegal erworbene Vermögenswerte zu beschlagnahmen, ohne die Schuld in einem Strafprozess nachweisen zu müssen. Dies ist eines der wichtigsten Instrumente der Antikorruptionspolitik.

