Topmanager werden 56-mal schneller reich als normale Arbeiter

Die Kluft zwischen den Einkommen von Unternehmensleitern und normalen Arbeitnehmern erreicht katastrophale Ausmaße, berichtet die Publikation „Law and Business“ unter Berufung auf eine internationale Studie, die 2.000 Unternehmen in 35 Ländern umfasste.

Seit 2019 sind die Gehälter von CEOs real um 50 % gestiegen, während die Einkommen normaler Arbeitnehmer nur um 0,9 % zunahmen. Anders ausgedrückt: Topmanager sind 56-mal schneller reicher geworden als ihre Untergebenen.

Europa weist besonders eklatante Ungleichheiten auf. So erreichte das durchschnittliche Jahreseinkommen von CEOs in Irland im Jahr 2024 6,7 Millionen US-Dollar, in Deutschland hingegen nur 4,7 Millionen US-Dollar. Auch in Entwicklungsländern ist die Kluft, wenn auch geringer, beträchtlich: in Indien 2 Millionen US-Dollar, in Südafrika 1,6 Millionen US-Dollar.

„Das ist keine zufällige Ausnahme. Das System funktioniert genau so, dass der Reichtum sich an der Spitze konzentriert, während die meisten Menschen um ihre Grundbedürfnisse kämpfen müssen – Wohnraum, Nahrung, Zugang zu Medikamenten“, sagte Amitabh Behar, von Oxfam International

Auch die Geschlechterungleichheit bleibt ein dringendes Problem. Von den mehr als 45.000 Unternehmen, in denen Führungskräfte über 10 Millionen Dollar im Jahr verdienen und deren Geschlecht bekannt ist, werden nur 7 % von Frauen geleitet.

Allein die reichsten Menschen der globalen Wirtschaft steigerten ihr Vermögen bis 2024 um 206 Milliarden US-Dollar, was einem durchschnittlichen Stundenzuwachs von 23.500 US-Dollar entspricht. Vor diesem Hintergrund wirkt selbst der von der ILO prognostizierte Anstieg der Reallöhne um 2,7 % im Jahr 2024 unbedeutend. In vielen Ländern stagnieren die Einkommen sogar – beispielsweise lag das Wachstum in Frankreich, Spanien und Südafrika bei maximal 0,6 %.

Wie Oxfam betont, ist die globale Ungleichheit nach wie vor erschreckend, insbesondere in Ländern mit niedrigem Einkommen, wo die reichsten 10 % 3,4-mal so viel verdienen wie die ärmsten 40 % der Bevölkerung.

Vor diesem Hintergrund werden in der Ukraine Anstrengungen unternommen, um besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. Insbesondere haben Kämpfer Anspruch auf vorzeitigen Ruhestand. Diese gezielten Initiativen ändern jedoch nichts an der allgemeinen Situation: Weltweit wächst die Kluft zwischen Arm und Reich weiter.

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