15 Millionen Ukrainer benötigen dringend humanitäre Hilfe, sagt Antonio Guterres

UN-Generalsekretär António Guterres hat bekannt gegeben, dass rund 15 Millionen Ukrainer dringend humanitäre Hilfe benötigen, die meisten davon Frauen und Kinder, die unter den Folgen eines langwierigen Krieges und wirtschaftlicher Instabilität leiden.

Guterres verurteilte alle Angriffe auf Zivilisten und zivile Objekte – „wo immer sie stattfinden und wer auch immer dafür verantwortlich ist“. Er sagte, sie müssten alle sofort aufhören.

Der UN-Generalsekretär betonte außerdem, dass die Vereinten Nationen weiterhin an der Arbeit der größten internationalen Mission in der Ukraine beteiligt seien.

 Allein in diesem Jahr haben wir gemeinsam mit unseren Partnern mehr als 6,2 Millionen Menschen lebensrettende Hilfe geleistet. Doch wir benötigen die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. In der Ukraine sind 15 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – mehr als die Hälfte davon Frauen und Kinder

– sagte Guterres.

Ihm zufolge ist jedoch bisher weniger als die Hälfte des humanitären Hilfsplans der Vereinten Nationen für 2024 finanziert. Daher rief der UN-Generalsekretär die Geber auf, die Organisation bei ihrer Arbeit vor Ort zu unterstützen.

In den letzten Wochen kam es erneut zu einer Zunahme von Hetze und Zwischenfällen im Umfeld von Atomanlagen, darunter im Kernkraftwerk Saporischschja und, besorgniserregenderweise, im Kernkraftwerk Kursk in der Russischen Föderation. Ich begrüße die Arbeit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), insbesondere ihre wichtige Präsenz in den ukrainischen Atomanlagen, die zur Gewährleistung der nuklearen Sicherheit beiträgt. Ich appelliere an alle Beteiligten, verantwortungsvoll zu handeln und jegliche Äußerungen oder Handlungen zu unterlassen, die die ohnehin angespannte Lage weiter destabilisieren könnten

– sagte Guterres.

Laut UN sind bei der großangelegten Invasion in der Ukraine mehr als 11.000 Zivilisten ums Leben gekommen. „Je länger dieser tragische Krieg andauert, desto größer ist die Gefahr einer Eskalation und Ausweitung des Konflikts. Dies wird nicht nur regionale Auswirkungen haben, sondern auch die globalen Spannungen und Spaltungen verschärfen – gerade jetzt, wo unsere Welt dringend engere Zusammenarbeit und gemeinsames Handeln benötigt. Wir müssen das Leid beenden und den Kreislauf der Gewalt durchbrechen – zum Wohle des ukrainischen und des russischen Volkes sowie der gesamten Welt“, so Guterres abschließend.

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