An der ukrainischen Grenze herrscht weiterhin ein hohes Passagieraufkommen mit bis zu 150.000 Personen täglich. Davon sind 85 % Ukrainer, von denen die Hälfte die Grenze nach Polen überquert.
Laut Andriy Demchenko, Sprecher des Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine (SBSU), ist der Passagierverkehr seit dem 14. Dezember auf hohem Niveau geblieben. Der Höchstwert wurde kurz vor Weihnachten verzeichnet, als am Samstag und Sonntag 150.000 Menschen die Grenze überquerten. Am Weihnachtstag selbst ging der Zustrom jedoch auf 68.000 Personen zurück, was auf die geringere Anzahl von Reisenden an diesem Feiertag zurückzuführen ist.
Nach den Feiertagen nahm die Dynamik wieder zu. So überquerten beispielsweise vor zwei Tagen 115.000 Menschen die Grenze, gestern waren es bereits 96.000. Demchenko merkte zudem an, dass vor Weihnachten die Einreise in die Ukraine im Vordergrund stand, nach den Feiertagen aber die Ausreise der meisten Menschen wieder einsetzte.
Insgesamt sind 85 % der Grenzgänger ukrainische Staatsbürger. 15 % sind Ausländer. Die meisten Menschen passieren die Grenze nach Polen; diese Richtung ist nach wie vor die beliebteste und am stärksten frequentierte. Dieser Grenzstrom macht konstant etwa 50 % aller Grenzübertritte in die Ukraine aus.
Diese hohen Zahlen deuten auf die Aktivität ukrainischer Staatsbürger und Ausländer während der Feiertage hin, aber auch auf Mobilitätstendenzen und die Bedeutung der Grenzkontrolle für die Aufrechterhaltung der Ordnung unter diesen Bedingungen.

