17 Jahre Haft wegen Sabotage: Gericht verurteilt russischen Agenten in der Region Charkiw

Ein Gericht in der Region Charkiw hat einen 41-jährigen Mann wegen Sabotage unter Kriegsrecht für schuldig befunden. Er ist ein Agent der Russischen Föderation und hatte Verteilerkästen der Eisenbahninfrastruktur in Charkiw in Brand gesetzt. Laut Urteil wurde er zu 15 Jahren Haft und Einziehung seines Vermögens verurteilt. Unter Anrechnung einer anteiligen, nicht verbüßten Haftstrafe aus einem früheren Urteil beträgt die endgültige Haftstrafe 17 Jahre.

Dies wurde von der Generalstaatsanwaltschaft mitgeteilt.

Den Ermittlungen zufolge nahm der Mann im Juni 2024 über den Messenger-Dienst Telegram ein Angebot für vermeintlich „schnell verdientes Geld“ an. Im Gegenzug für eine Geldsumme zündete er Relaiskästen von Signal-, Zentralisierungs- und Blockiersystemen an Eisenbahninfrastrukturanlagen in Charkiw an.

Diese Anlagen gewährleisten den Betrieb der Automatisierung und die Sicherheit des Zugverkehrs. Laut Plan der russischen Drahtzieher sollte die Sabotage die Logistik stören und die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte mit militärischer Ausrüstung und Munition in Richtung Charkiw erschweren.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Agent die Metalltüren von Relaiskästen aufgebrochen, die Geräte mit einer brennbaren Mischung übergossen und in Brand gesetzt hatte. Er meldete die Ausführung der Tat einem Vorgesetzten des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und übermittelte Videoaufnahmen der Brandstiftungen.

Dem Saboteur gelang es insgesamt, drei Relaiskästen zu beschädigen. Für jeden ausgeführten „Auftrag“ erhielt er etwa 9.000 Hrywnja.

Durch die Sabotage entstand der Aktiengesellschaft „Ukrzaliznytsia“ ein Sachschaden von über 100.000 Hrywnja. Der Mann wurde im Juni 2024 bei einem weiteren Brandanschlagversuch festgenommen und befindet sich seitdem in Haft.

Während des Prozesses plädierte der Angeklagte auf nicht schuldig. Das Gericht kam jedoch zu dem Schluss, dass die Argumente der Anklage begründet und durch die gesammelten Beweise gestützt seien, und befand den Mann der Sabotage unter Kriegsrecht für schuldig.

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