Zollbeamte deckten den Versuch auf, einen Lkw unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe einzuführen: gefälschte Dokumente und ein Verstoßbericht
Am Grenzübergang Shehyny-Medika hielten Zollbeamte einen 2011er MAN TGS 26.360 Pritschenwagen an, der unter dem Vorwand humanitärer Hilfe für die ukrainischen Streitkräfte in die Ukraine eingeführt werden sollte. Die Begleitpapiere des Fahrzeugs wiesen jedoch gravierende Verstöße auf.
Wie in der Zollerklärung angegeben, wurde der Lkw angeblich auf Wunsch eines Oberstleutnants der ukrainischen Streitkräfte an eine Militäreinheit übergeben. Der Leiter einer gemeinnützigen Stiftung aus Stryi, der an der Einfuhr beteiligt war, legte den Zollbeamten ein angebliches Schreiben eines Soldaten vor, um die Übergabe zu bestätigen.
Zunächst schien alles logisch – die Überprüfung ergab, dass ein Oberstleutnant mit diesem Nachnamen tatsächlich in der genannten Einheit dient. Doch weitere Rücksprache mit dem Militär deckte eine Fälschung auf:
– Der Offizier hatte sich nicht an Gönner gewandt;
– seine Unterschrift war gefälscht;
– die Einheit benötigte keinen Lkw.
Statt Hilfe wird versucht, Autos unter Steuerhinterziehung in die Ukraine einzuführen und sie anschließend gewerblich zu nutzen. Dies ist vermutlich ein weiteres Beispiel für ein System, bei dem „humanitäre“ Autos zum Verkauf angeboten werden.
Die Zollbeamten haben einen Bericht über einen Verstoß gegen die Zollbestimmungen gemäß Artikel 483 Absatz 1 des ukrainischen Zollgesetzes erstellt. Ein Fahrzeug im geschätzten Wert von fast 2 Millionen UAH wurde beschlagnahmt. Über dessen weiteres Schicksal sowie über die Strafe für den 53-jährigen Leiter des Fonds wird das Gericht entscheiden.

