Heute gedenken orthodoxe Christen des heiligen Märtyrers Demetrius von Thessaloniki, der im Volksmund als Myrrhenträger bekannt ist. Sein Leben war ein Beispiel für Mut, unerschütterlichen Glauben und Selbstaufopferung im Namen Christi. Im Volkskalender ist dieser Tag als Demetrius-Tag bekannt – er markiert die Grenze zwischen Herbst und Winter, an dem die Menschen das Jahr Revue passieren lassen und sich auf die Kälte vorbereiten.
Der heilige Demetrius wurde in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts in Thessaloniki (heute Thessalonica, Griechenland) in eine adlige, aber im Geheimen christliche Familie geboren. Nach deren Tod erbte der junge Mann nicht nur ein Anwesen, sondern auch den Glauben, den er auch als Heereskommandant von Thessaloniki unter Kaiser Maximian nicht verbarg.
Demetrius predigte offen das Christentum und wurde dafür inhaftiert. Im Gefängnis segnete er seinen Schüler Nestor, der den Heiden Lias, den Günstling des Kaisers, in einem Zweikampf besiegte. Wütend befahl Maximian die Hinrichtung beider. Der heilige Demetrius wurde um 306 mit Speeren erstochen. Später geschahen Wunder an seinem Grab, und seine Reliquien verströmten duftende Myrrhe – daher sein zweiter Name, Myrrhenträger.
Was man auf Dmitry nicht tun sollte
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Schwere körperliche Arbeit lohnte sich nicht – man glaubte, dies würde zu Erschöpfung und Krankheit führen.
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Es war verboten, Bedürftigen die Hilfe zu verweigern, denn an diesem Tag konnte der heilige Demetrius in Gestalt eines Bettlers erscheinen und die menschliche Nächstenliebe auf die Probe stellen.
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Sie fangen keine neuen Projekte an und planen keine Hochzeiten – sie sagen: „Wir müssen alles bis Dmytro abschließen, denn nach Dmytro ist der Winter vorbei .
Volksglaube und -traditionen
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Wenn es auf Dmytro warm ist, wird der Winter mild sein.
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Der Schnee ist gefallen – er wird bis zum Frühling liegen bleiben.
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Nebel oder bewölktes Wetter kündigen Tauwetter an.
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Der Regen verspricht einen langen, aber milden Winter.
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Der Nordwind ist ein Zeichen für einen kalten Winter.
Der Tag des Heiligen Demetrius galt als Schwelle zum Winter. Zu dieser Zeit beendeten die Menschen die Herbstarbeiten, veranstalteten die letzten Jahrmärkte, dankten dem Land für die Ernte und baten den Heiligen Demetrius um Gesundheit, Frieden und einen guten Winter.

