Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine hat zusammen mit der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft einen Richter des Stadtbezirksgerichts der Region Dnipropetrowsk wegen des Empfangs illegaler Vorteile angeprangert.
Den Ermittlungen zufolge forderte der Richter im Strafverfahren von dem Angeklagten ein Bestechungsgeld für einen Freispruch. Nachdem er den vereinbarten Betrag erhalten hatte, hielt er sein Versprechen und fällte das entsprechende Urteil.
Polizeibeamte durchsuchten die Wohnung und den Arbeitsplatz des Richters. Die Ermittler stellten fest, dass er das Geld auf ungewöhnliche Weise erhalten hatte – in einem Sack Äpfel. Die Summe des unrechtmäßig erworbenen Gewinns belief sich auf etwa 3.000 US-Dollar.
Ihm wird nun gemäß Artikel 368 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches die Annahme unrechtmäßiger Vorteile durch einen Amtsträger in Verbindung mit Erpressung vorgeworfen. Die Strafe sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren, die Einziehung von Vermögen und den Entzug des Rechts auf die Bekleidung bestimmter Ämter vor.
Die Ermittlungen dauern an, die Ermittler klären alle Umstände und mögliche Komplizen des Korruptionsskandals auf.

