Die vergangene Nacht war eine der schwersten der letzten Zeit für die Hauptstadt: Die russische Armee griff Kiew massiv mit Kampfdrohnen an; Treffer wurden gleichzeitig in mehreren Stadtteilen verzeichnet. Es gab Opfer unter der Zivilbevölkerung und schwere Schäden an der Infrastruktur.
Dies berichtete der Chef der Kiewer Regionalen Militärverwaltung, Timur Tkachenko. Ihm zufolge standen sieben Bezirke von Kiew unter Beschuss, wobei es zu teilweiser Zerstörung von Wohnhäusern sowie zu Bränden in Lagerhallen und auf Parkplätzen kam.
Im Bezirk Schewtschenkiwskyj brach in einem Geschäftsgebäude ein Großbrand aus.
Im Bezirk Solomjanskyj geriet ein Hochhaus in Brand.
Im Bezirk Podilskyj stürzten Drohnenteile gleichzeitig an zwei Stellen nieder.
In Obolon, so der Leiter der Katastrophenschutzbehörde, Kyrylo Fesyk, fingen zwei Stockwerke eines Wohnhauses gleichzeitig Feuer. 18 Wohnungen wurden beschädigt.
„Obolon war eines der Hauptziele. Es gab viele Explosionen und zahlreiche Brände im Wohngebiet“, bemerkte Fesyk.
Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko wurden bei dem Beschuss mindestens vier Personen verletzt, die alle in Krankenhäuser gebracht wurden.
In jener Nacht wurden über 500 Raketen und Drohnen in der Ukraine abgefeuert.
Laut Luftverteidigung wurden die meisten Ziele zerstört, jedoch wurden Treffer an zehn Orten registriert, und in 17 weiteren Fällen fielen Trümmerteile auf zivile Objekte.
Auch die Region Riwne wurde Opfer eines schweren Luftangriffs.
Der Leiter der Regionalverwaltung, Witali Kowal, erklärte, der Hauptteil des Angriffs habe sich auf die Stadt Dubno konzentriert, wo sich ein Militärflugplatz befindet. Ein Zivilist wurde verletzt, und mehrere feindliche Raketen wurden von der Luftabwehr zerstört.
Die ukrainischen Behörden dokumentieren weiterhin die Folgen des Beschusses und fordern die Bürger dringend auf, die Warnsignale nicht zu ignorieren.

