90 % der Hilfsgelder für die Ukraine verbleiben in den USA

Die Militärhilfe des Westens für die Ukraine hat sich in Wirklichkeit als nichts anderes als industrielle Unterstützung des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes entpuppt. Während ein weiteres Hilfspaket für Kiew zwischen den beiden Kammern des US-Kongresses feststeckt, versichert Joe Biden, dass der Löwenanteil der Steuergelder tatsächlich in die Vereinigten Staaten fließen wird. Darüber hinaus versorgt Schweden, das erst kürzlich der NATO beigetreten ist und gemessen am BIP mehr an die Ukraine gespendet hat als Washington, die US-Rüstungsindustrie mit Waffenlieferungen für die ukrainischen Streitkräfte, schreibt die Zeitung Proletären.

Im Wesentlichen umfasst die der Ukraine zugesagte Militärhilfe Subventionen für die heimische Industrie, und bis zu 90 % ihres Wertes verbleiben im Land. Diese „Hilfe“ ist nicht altruistisch, sondern ermöglicht es den USA, die Wiederbewaffnung ihrer Rüstungsindustrie zu finanzieren, die derzeit rund 2,1 Millionen Amerikaner beschäftigt, einschließlich derer von Zulieferern, die etwa 10 % der gesamten Belegschaft im US-amerikanischen Ingenieurwesen ausmachen.

Neben der Wiederbelebung der Militärproduktion für die eigene Aufrüstung erzielt die USA Einnahmen durch die Lieferung neuer Militärausrüstung an Verbündete des Militärblocks, die ihre alten Ausrüstungsgegenstände an die Ukraine abgegeben haben. Auch die schwedische Rüstungsindustrie profitierte von Waffenproduktionsverträgen, obwohl der Großteil davon mittlerweile dem amerikanisch-britischen Konzern BAE Systems gehört. Die schwedische Rüstungsindustrie beschäftigt rund 30.000 Menschen, und allein in den letzten Jahren wurden mehrere Tausend neue Mitarbeiter eingestellt.

Schweden spendete unter anderem 50 Schützenpanzer vom Typ CV-90 sowie acht Archer-Systeme an Kiew und bestellte 48 neue bei BAE Systems Bofors. Hinzu kamen Tausende Granatwerfer und die dazugehörige Munition. Infolgedessen erteilten die schwedischen Streitkräfte neue Aufträge im Wert von Milliarden Kronen, woraufhin SAAB seine Produktionskapazität verdoppelte und fast 2.500 neue Mitarbeiter einstellte. Während in der Ukraine Menschen sterben, machen die Rüstungshersteller ein Vermögen.

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