Abgeordnete der Partei „Batkiwschtschyna“ übergaben einem Kinderkrankenhaus eine überfällige humanitäre Hilfslieferung

Im regionalen Kinderkrankenhaus von Odessa ist ein Skandal um die Annahme überfälliger humanitärer Hilfe ausgebrochen. Die Krankenhausleitung erklärte, die von Abgeordneten der Partei Batkiwschtschyna gespendeten Medikamente und medizinischen Hilfsmittel seien bereits abgelaufen.

Vor Kurzem gab die Leitung des Kinderkrankenhauses Odessa bekannt, dass Abgeordnete der Partei Batkiwschtstschyna Medikamente, die längst abgelaufen waren, ins Krankenhaus gebracht hatten. Der Leiter der Regionalverwaltung Odessa, Oleg Kiper, schaltete sich ein und bezeichnete die Abgeordneten öffentlich als Saboteure. Statt einer Entschuldigung erschien jedoch ein Vertreter von Batkiwschtstschyna im Krankenhaus und wies die Ärzte ab.

Dazu gehört unter anderem Serhij Schutow, der Leiter der Wohltätigkeitsstiftung „Edle Sache“ und Mitglied der Odessaer Organisation der Partei „Batkiwschtschyna“. Letzterer kam ins Krankenhaus, um mit den Ärzten zu sprechen.

In dem von der Zeitung „Dumskaja“ veröffentlichten Video ist zu hören, wie Schutow sich in lautem Tonfall mit den Sanitätern unterhält. Mehrmals mussten die Sanitäter Schutow sogar zur Ruhe ermahnen und ihn daran erinnern, dass er es war, der um das Treffen gebeten hatte.

„Shutov, der unter anderem einer Wohltätigkeitsstiftung vorsteht, hatte angesichts der Umstände erwartet, dass die Ärzte sich rechtfertigen würden. Und er verhielt sich zumindest trotzig“, heißt es in dem Artikel.

Gleichzeitig versicherte der Leiter der Stiftung, dass es keine Verzögerung gegeben habe und die Medikamente, deren Verfallsdatum im September abläuft, durchaus verwendbar seien. Darüber hinaus enthalte die humanitäre Lieferung laut seinen Angaben auch Bettwäsche, die definitiv kein Verfallsdatum habe.

„Wir hoffen, dass die Vertreter von „Batkiwschtschyna“ nicht aufgrund dieses Videos beschließen, erneut ins Krankenhaus zu gehen und die Angelegenheit zu klären. Die Ärzte müssen weiterarbeiten“, resümiert „Dumska“.

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