Die Schauspielerin Veronika Mishaeva-Yakovleva beschuldigte einen Lehrer der Belästigung

Die ukrainische Schauspielerin Veronika Mishaeva-Yakovleva, bekannt für ihre Rollen in den beliebten Fernsehserien „The Autopsy Will Show“, „The Trace“, „The Policeman from the State Police Department“ und anderen, setzte ein starkes Zeichen gegen die Belästigung durch ihren Lehrer während ihres Studiums an der Karpenko-Kary-Universität für Theater, Film und Fernsehen in Kiew.

Im Jahr 2016, als Veronika im zweiten Studienjahr war, nahm sie an einer Tour durch die Frontstädte der Regionen Donezk und Luhansk teil. Zusammen mit den Studierenden reiste auch der Dozent Jurij Wyssozki, der sie laut Aussage der Schauspielerin im Bus belästigte.

„Plötzlich spürte ich eine Hand auf meinem Knie, die immer höher wanderte. Mir wurde klar, dass er meine Genitalien berühren wollte. Es geschah ganz langsam und unmerklich. Ich hatte genug Kraft, seine Hand wegzuschlagen. Es war ein totaler Schock“, sagte Mischajewa-Jakowlewa in einem Interview mit der Journalistin Alina Dorotjuk.

Nach dem Vorfall war Veronica so schockiert, dass sie Selbstmordgedanken hatte.

„Ich dachte wirklich, der einzige Ausweg wäre, mich zu erhängen. Meine Welt brach damals zusammen. Ich sah ihn als Meister, als wäre es etwas Heiliges. Das hat mich zutiefst verletzt. Ich konnte mit niemandem darüber reden“, erzählte die Schauspielerin.

Die Schikanen hörten damit nicht auf. Später, in einem engen Korridor, ging die Lehrerin auf die Schülerin zu und stellte ihr eine Frage:

„Welche Beziehung haben wir zu Ihnen?“

Als Veronica erwiderte, dass sie ihn nur als Vater oder Großvater sehe, schlug er ihr vor, darüber nachzudenken.

Auf der Rückfahrt nach Kiew, bei einem Zwischenstopp in Charkiw, wollte die Schauspielerin mit ihren Eltern sprechen. Doch, so sagte sie, unterbrach die Lehrerin das Gespräch, vermutlich aus Angst, sie könnte über die Vorfälle sprechen.

Jurij Wyssozki weist alle Anschuldigungen zurück und bezeichnet sie als eine „geplante Kampagne“ gegen ihn.

Mishaeva-Yakovlevas Aussage löste einen öffentlichen Aufschrei aus. In den sozialen Medien wurde die Schauspielerin für ihren Mut, über ihre Erfahrungen zu sprechen, unterstützt. Viele forderten eine gründliche Untersuchung, um alle Umstände aufzuklären und zukünftige Schüler vor ähnlichen Vorfällen zu schützen.

Diese Geschichte wirft ein wichtiges Problem auf: Belästigung in kreativen und pädagogischen Umgebungen, wo junge Menschen oft Missbrauch durch Ältere ausgesetzt sind. Veronicas Offenheit kann ein Anstoß für Veränderungen und ein Aufruf zu einem sichereren Umfeld für Schülerinnen und Schüler sein.

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