1. Oktober in der Ukraine: Wem man heute danken sollte und was man an diesem Tag vermeiden sollte

Der 1. Oktober hat in diesem Jahr in der Ukraine eine besondere symbolische Bedeutung: Der Kalender vereint nun alte religiöse Traditionen mit staatlichen Ehrungen für Krieger. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Allerheiligsten Gottesgebärerin, die seit alters her Schutzpatronin der ukrainischen Krieger und Kosaken ist, sowie der Tag der Verteidiger, der aufgrund der Kirchenreform am 1. Oktober begangen wird.

Pokrova ist mehr als nur ein Gottesdienst mit brennenden Kerzen. Für viele Gemeinden ist es nach wie vor ein Tag des Familienfriedens, der Abschluss der Feldarbeit und die Vorbereitung auf den Winter. Im Volksglauben hat dieser Tag auch eine symbolische Bedeutung: von Feldzeichen, die Kraniche ankündigen, bis hin zu Hinweisen, wann der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Wintergetreide ist. Traditionell ehrt man an diesem Tag die Verteidiger des Landes und gedenkt der Toten.

Der heutige Nationalfeiertag hat eine neue Bedeutung erlangt: Der Tag der Verteidiger steht nun im Zeichen der Unterstützung von Veteranen und aktiven Soldaten, mit verstärkter Aufmerksamkeit für soziale Sicherungssysteme und die Hilfe für die Familien derer an der Front. Gemeinden und Freiwilligeninitiativen sammeln Grüße, Spendenboxen oder organisieren kleine Veranstaltungen zur Unterstützung der Kämpfer.

Zeitgleich mit den ukrainischen Feiertagen begeht die Welt ihre eigenen Feste: Die internationale Gemeinschaft feiert den Tag der älteren Menschen, und Kaffeeliebhaber organisieren Verkostungen und Benefizveranstaltungen im Rahmen des Internationalen Kaffeetags. So wird der 1. Oktober zu einem vielschichtigen Tag – vom Gebet in der Kirche bis hin zu gemütlichen Kaffeetreffen in den Städten.

Es ist außerdem wichtig zu klären: Historisch gesehen wurde der Tag der UPA mit dem 14. Oktober in Verbindung gebracht – diese historischen Bezüge behalten ihre Bedeutung, und viele Historiker betonen, dass dieses Datum nicht mit Kirchenverlegungen gleichzusetzen ist. Daher finden einige der mit der UPA verbundenen Feierlichkeiten und Gedenkveranstaltungen weiterhin am 14. Oktober statt.

Die volkstümlichen Verbote und Ratschläge sind heute typisch für hohe Feiertage: Man soll schwere körperliche Arbeit, Streit und riskante Entscheidungen vermeiden; man rät dazu, sich der Familie zuzuwenden, die Kirche zu besuchen oder einfach derer zu gedenken, die das Land verteidigen. Es ist auch ein guter Tag, um Freiwilligen und lokalen Aktivisten zu danken, die die Gemeinden in schwierigen Zeiten unterstützen.

Zum Schluss noch ein kurzer Ratschlag: Wenn Sie einem Veteranen oder Verteidiger gratulieren möchten, tun Sie es persönlich und aufrichtig; wenn Sie an einer Gedenkfeier teilnehmen möchten, informieren Sie sich über die Zeiten und Regeln in der nächstgelegenen Kirche, da in Großstädten möglicherweise mehrere Veranstaltungen stattfinden.

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