Der ukrainische Sicherheitsdienst hat gemeinsam mit dem Büro für Wirtschaftssicherheit einen Korruptionsskandal im Zusammenhang mit der Sanierung von Gas- und Ölquellen in der Region Poltawa aufgedeckt. Beteiligt sind der Leiter einer Abteilung der Aktiengesellschaft „Ukrgazvydobuvannya“ sowie die Geschäftsführer eines Privatunternehmens.
Den Ermittlungen zufolge schrieb ein staatliches Unternehmen die technische Überwachung von Bohrlochreparaturen aus. Den Zuschlag erhielt ein privates Unternehmen, das falsche Angaben zu den Qualifikationen und Zertifizierungen seiner Mitarbeiter machte. Dadurch erlangte das Unternehmen Zugang zu staatlichen Geldern, die später veruntreut wurden.
In den Jahren 2023–2024 erlitt der Staat Verluste von über 5 Millionen Hrywnja. Dies wurde durch die Ergebnisse einer forensischen Wirtschaftsprüfung und einer internen Untersuchung der JSC Ukrgazvydobuvannya bestätigt.
Laut Angaben des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU wurden der Abteilungsleiter eines Staatsunternehmens und zwei Geschäftsführer eines Privatunternehmens über den Verdacht informiert. Ihnen werden Straftaten gemäß Artikel 191 Absatz 5, Artikel 27 Absatz 5, Artikel 191 Absatz 5 und Artikel 366 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches vorgeworfen. Die Strafen sehen Freiheitsstrafen von bis zu zwölf Jahren und die Einziehung von Vermögenswerten vor.
Derzeit laufen Ermittlungsmaßnahmen, um alle Details zu klären und die Täter vor Gericht zu bringen.

