Die militärische Mobilisierung in der Ukraine bleibt ein wichtiges Thema, da die Lage an der Front eine ständige Verstärkung der Armee erfordert. Aufgrund des zunehmenden Drucks auf die Wehrdienststellen und Rekrutierungsbüros durch den Bedarf an neuen Soldaten sehen sich einige ukrainische Militärkommissariate jedoch mit Personalmangel konfrontiert. Dies zwingt die Militärkommissare zu drastischen Maßnahmen: Sie nehmen Männer inhaftiert, selbst solche, die nicht mobilisierungspflichtig sind oder von der Mobilisierung befreit sein sollten.
Der Mann sagt, dass man früher Männer, die als „offensichtlich schwache Individuen“ galten, nicht aufgehalten habe, aber jetzt tue man es.
„Aufgrund des Personalmangels können wir kaum noch entscheiden, wen wir anhalten – mittlerweile wird fast jeder kontrolliert. Früher ließen wir die Leute nach Hause gehen und ihre Sachen holen, aber in letzter Zeit kommen sie nicht mehr freiwillig zurück. Sie verstecken sich und tauchen nicht auf. Manchmal müssen wir ihnen je nach Situation die Handys abnehmen“, sagt Artem (Name geändert).
Er sagte, die Menschen hätten sich bis zuletzt heftig gewehrt und verglich die Festgenommenen mit „Ratten“.
„Manchmal ist es, als hätte man es mit einer in die Enge getriebenen Ratte zu tun. Sie kämpfen selbst im Auto weiter. Diejenigen, die Widerstand leisten, drohen immer mit Rache an unseren Leuten oder ihren Familien“, sagt Artem.

