Am 5. Mai ehren orthodoxe Christen die Märtyrerin Irene von Makedonien und die wundertätige Ikone der Mutter Gottes „Der unerschöpfliche Kelch“. Dieser Tag ist im Volksmund als Irene die Gärtnerin bekannt – an diesem Tag beginnen die Menschen mit dem Pflanzen von Kohl und Gurken.
Die heilige Irene, auch Penelope genannt, lebte im 1. Jahrhundert in Makedonien. Sie war die Tochter des heidnischen Herrschers Licinius, entschied sich aber für das Christentum. Ihr Weg zum Glauben war von Visionen begleitet: Eine Taube, ein Adler und ein Rabe flogen zu ihrem Fenster, jeder mit einer symbolischen Botschaft. Nach ihrer Taufe wurde Irene grausam verfolgt: Man versuchte, sie zu töten, und warf sie in eine Schlangengrube. Doch sie überlebte und inspirierte viele Menschen, das Christentum anzunehmen. Der Legende nach verschwand sie aus der Höhle, in der sie sterben sollte – ihr Leichnam wurde nie gefunden.
Neben Irina wird an diesem Tag auch die Ikone der Jungfrau Maria „Der unerschöpfliche Kelch“ verehrt. Sie gilt als mächtiger Schutz gegen Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Spielsucht und andere schädliche Süchte. Die Ikone ist oft die letzte Hoffnung für diejenigen, die ihre Angehörigen retten möchten. Gläubige beten vor ihr um die Reinigung der Seele und die Kraft, Versuchungen zu widerstehen.
Urlaub nach altmodischer Art
Nach dem julianischen Kalender werden am 5. Mai (d. h. am 18. Mai nach dem neuen Stil) der Ehrwürdige Theodor von Sykeot und der Heilige Lukas geehrt.
Volksweisheiten für die Krankenschwester Irina
Der Irina-Tag ist eng mit der Gartenarbeit verbunden. An diesem Tag werden Kohlsetzlinge gepflanzt – das soll eine reiche Ernte bringen, besonders wenn man früh morgens pflanzt, „damit es niemand sieht“. Bekommt der Kohl nach dem Pflanzen viel Wasser, ist mit einem trockenen Sommer zu rechnen; bekommt er zu wenig, mit einem regnerischen.
An diesem Tag wird auch das Wetter überwacht:
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sonniger Tag - zu einem warmen Sommer;
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Stille Vögel – es wird schlechtes Wetter geben;
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Blitzschlag – für eine gute Kohlernte.
Was man am 5. Mai vermeiden sollte
Die kirchliche Tradition warnt vor Streit, Neid, Klatsch und Faulheit. Man soll kein schmutziges Geschirr stehen lassen und sich nicht über das Leben beklagen – dies könne, so der Glaube, zu familiären Problemen oder Unglück führen.
Was kann und sollte getan werden?
An diesem Tag wenden sich die Gläubigen an die heilige Irene, um Heilung, Kraft zur Überwindung von Versuchungen und eine glückliche Ehe zu erbitten. Sie beten auch vor der Ikone des Unerschöpflichen Kelches um Befreiung von Süchten.
Namenstag am 5. Mai
Nach dem neuen Stil wird der heutige Engelstag von Iryna und Yakiv gefeiert. Nach dem alten Stil von Vitaliy, Vsevolod, Dmytro, Kliment, Luka, Platon und Fedir.

