Der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyi, erklärte, die Stadt benötige keine Sprachpatrouillen, da sie bereits die ukrainischsprachigste Stadt der Welt sei. Diese Meinung äußerte er in einem Interview mit rbc.ua im Zusammenhang mit der Initiative des Bürgermeisters von Iwano-Frankiwsk, Ruslan Marcinkiv, Sprachpatrouillen einzurichten.
„Wir haben kein solches Problem. Wir bemühen uns lediglich um Aufklärungsarbeit“, sagte Sadovy. Er merkte an, dass die Frage der Sprachkontrolle im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Sprachombudsmann erfolgreich gelöst werde und die Einführung zusätzlicher Maßnahmen wie etwa Sprachpatrouillen für Lwiw nicht notwendig sei.
Sadovy betonte, dass sich die Stadt auf positive Veränderungen konzentrieren sollte: „Unsere Stärke liegt darin, die Menschen mit Liebe neu zu formen und sie zu Verbündeten zu machen.“.
Kontext der Initiative von Marcinkiv
Ruslan Marcinkiv, der Bürgermeister von Iwano-Frankiwsk, hatte zuvor angekündigt, dass seine Stadt Sprachinspektoren einsetzen werde, um der Ausbreitung der russischen Sprache entgegenzuwirken. Die Initiative sorgte für Aufsehen, doch Sadovyi stellte klar, dass Lemberg eine solche Maßnahme nicht benötige, da die ukrainische Sprache bereits fest in der lokalen Gesellschaft verankert sei.

