In der Region Chmelnyzkyj wurde der amtierende Rektor der Nationalen Iwan-Ohienko-Kamjanez-Podilskyj-Universität wegen Amtsmissbrauchs und Urkundenfälschung angeklagt. Der Fall steht im Zusammenhang mit dem Kauf von Ladestationen mit staatlichen Haushaltsmitteln in Höhe von über 1,26 Millionen UAH. Dies geht aus dem Urteil des Stadtbezirksgerichts Chmelnyzkyj .
Laut den Ermittlungen im Vorverfahren erhielt die Bildungseinrichtung im Dezember 2025 staatliche Fördermittel für die Anschaffung von Generatoren, Wechselrichtern und Ladestationen, um den Unterricht aufrechtzuerhalten. Da die öffentliche Ausschreibung mangels Teilnehmern nicht stattfand, wurde ein Direktvertrag mit einem Einzelunternehmer abgeschlossen.
Die Ermittlungen gehen davon aus, dass der amtierende Rektor einen Vertrag über die Lieferung von zwölf Ladestationen im Gesamtwert von 1.261.992 UAH abgeschlossen hat, obwohl der Lieferant diese Geräte gar nicht besaß. Laut den Strafverfolgungsbehörden unterzeichnete der Beamte Ausgabenbelege und andere offizielle Dokumente mit falschen Angaben zur Warenlieferung.
Die Akten belegen, dass anhand dieser Dokumente Gelder über das System des ukrainischen Staatsschatzamts . Die Ermittler gehen davon aus, dass dadurch dem Staatshaushalt ein Schaden von über 1,26 Millionen UAH entstanden ist.
Am 11. Februar 2026 wurde Natalia Bakhmat wegen des Verdachts der Amtsmissbrauchs gemäß Artikel 364 Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Amtsmissbrauch mit schwerwiegenden Folgen) und Artikel 366 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Urkundenfälschung) angezeigt. Die Strafverfolgungsbehörden beantragten zudem ihre Amtsenthebung mit der Begründung, sie könne Zeugen beeinflussen und die Ermittlungen behindern.
Das Gericht wies den Antrag jedoch mit der Begründung zurück, es lägen keine ausreichenden Gründe für eine solche Entscheidung vor. Die Verteidigung des Verdächtigen bestreitet die Anklagepunkte. Die Voruntersuchung dauert an.

