Die Welt beobachtet mit Spannung eine neue Variante des Coronavirus namens Nimbus (NB.1.8.1), die sich in verschiedenen Ländern rasant ausbreitet. Laut der britischen Zeitung „The Independent“ hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diesen Stamm aufgrund der steigenden Fall- und Krankenhauszahlen unter genaue Beobachtung gestellt.
Laut offiziellen Angaben der britischen Gesundheitsbehörde (Public Health Agency) stieg die Zahl der COVID-19-Patienten in Krankenhäusern in der Woche bis zum 31. Mai um fast 10 % auf 947 Personen. Gleichzeitig erhöhte sich auch die Zahl der Neuinfektionen um 6,9 % auf 1.211 registrierte Fälle (Stand: 4. Juni).
Die Besonderheit der Nimbus-Variante ist ein atypisches und sehr schmerzhaftes Symptom. Der Londoner Arzt Naveed Asif wies auf Beschwerden von Patienten hin, die Halsschmerzen als „rasiermesserstichartig“ beschreiben. Diese Beschwerden treten beim Schlucken auf, insbesondere im hinteren Rachenbereich. Ärzte empfehlen in diesem Fall mehr Ruhe, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und die Einnahme von Schmerzmitteln.
Ein anderer Arzt, Mohamed Imran Lakhi, sagte gegenüber The Mirror, dass Patienten mit der Nimbus-Variante oft zusätzliche Symptome aufweisen: Müdigkeit, leichter Husten, Fieber, Muskelschmerzen, Schnupfen und in einigen Fällen Übelkeit oder Durchfall, was bisher nicht typisch für COVID war.
Trotz der neuen Krankheitsbilder sind die derzeitigen Impfstoffe gegen die Nimbus-Variante weiterhin wirksam, versichert die WHO. Ärzte raten jedoch dringend dazu, die Symptome, insbesondere Halsschmerzen, genau zu beobachten und bei Auftreten von Krankheitsanzeichen umgehend einen Test durchzuführen.

