Eine Gynäkologin hat das optimale Alter für eine Geburt benannt. Ihrer Ansicht nach liegt der beste Zeitpunkt für eine Entbindung bis zum 35. Lebensjahr, da der weibliche Körper in diesem Alter noch keine sogenannten „genetischen Schäden“ aufweist und die Risiken für die Gesundheit von Mutter und Kind minimal sind.
Der Arzt wies außerdem darauf hin, dass der ideale Abstand zwischen Geburten etwa zwei Jahre beträgt. In dieser Zeit hat der Körper einer Frau ausreichend Zeit, sich vollständig von der vorherigen Schwangerschaft zu erholen.
Ab 40, so betont der Arzt, ist eine Schwangerschaft bereits mit erheblichen Risiken verbunden: Die Wahrscheinlichkeit von Chromosomenanomalien beim Fötus steigt, ebenso wie das Risiko von Komplikationen für die Mutter. Diese Ansicht teilen auch Wissenschaftler, die die Häufigkeit von Brustkrebs untersuchen – insbesondere stellten sie ein erhöhtes Risiko bei Frauen fest, die ihr erstes Kind nach dem 40. Lebensjahr bekommen.
Das Beispiel Großbritanniens, das laut Ärzten in Europa die höchste Häufigkeit dieser Krebsart aufweist, könnte mit dem Trend zu späteren Geburten zusammenhängen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Kinder älterer Mütter häufiger an Diabetes erkranken.
Gleichzeitig kann eine zu frühe Geburt gefährlich sein. Laut einer Studie von Schweizer Wissenschaftlern haben Mädchen, die vor dem 20. Lebensjahr Mütter werden, ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Experten raten daher, nicht zu überstürzen und mindestens bis zum 22. Lebensjahr mit der Geburt zu warten.
Laut Eurostat variiert das durchschnittliche Alter bei der ersten Geburt in Europa stark. Die jüngsten Mütter leben in Bulgarien (durchschnittlich 25,7 Jahre), Rumänien (25,8 Jahre), Lettland und Estland. Die ältesten sind in Italien (30,6 Jahre), Spanien (30,4 Jahre) und Luxemburg.
Trotz sozialer und wirtschaftlicher Faktoren sind sich die Ärzte daher in ihrer Schlussfolgerung einig: Das optimale Alter für die Geburt eines Kindes liegt bei bis zu 35 Jahren, und zwischen den Geburten sollte eine Pause von mindestens zwei Jahren eingehalten werden, um eine vollständige Genesung zu gewährleisten.

