Aufgrund der Ölkrise in der Ukraine wird ein starker Anstieg der Produktpreise erwartet

Im Falle einer weiteren Eskalation des Konflikts im Nahen Osten müssen sich die Ukrainer auf einen deutlichen Anstieg der Kraftstoff- und Lebensmittelpreise einstellen. Der Benzinpreis könnte 100 Hrywnja pro Liter erreichen, was eine neue Welle von Lebensmittelpreiserhöhungen nach sich ziehen wird.

Der Finanzanalyst Oleksiy Kushch äußerte sich dazu im Fernsehen. Seinen Angaben zufolge lösen Energiekrisen traditionell eine Kettenreaktion aus, die sich schnell auf die Lebensmittelmärkte auswirkt.

Der Experte betonte, dass die Ukraine bereits einen Rückgang im Agrarsektor verzeichnet. Seinen Schätzungen zufolge wird die Produktion im Jahr 2025 um 6 % sinken. Zu den Gründen zählen unter anderem die teilweise Blockierung der Hafenlogistik und der Verlust traditioneller Absatzmärkte.

Ein weiterer Druckfaktor ist der Anstieg der Treibstoffpreise während der Aussaat. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Produktionskosten aus. Laut Analysten wird im nächsten Schritt der Anstieg der Düngemittelpreise die Kosten für die Landwirte weiter erhöhen.

Vor diesem Hintergrund prognostiziert Kushch einen Anstieg des Benzinpreises auf 100 Hrywnja pro Liter. In diesem Fall ist auch mit steigenden Lebensmittelpreisen zu rechnen. Insbesondere der Preis für Buchweizen könnte auf ein ähnliches Niveau – etwa 100 Hrywnja pro Kilogramm – steigen.

Der Experte betont, dass einem Energieschock üblicherweise ein Nahrungsmittelschock folgt, sodass der Preisanstieg systembedingt und lang anhaltend sein kann.

Die ersten Anzeichen dieser Entwicklung sind bereits sichtbar. In Kiewer Supermärkten sind die Buchweizenpreise deutlich gestiegen. So kostet eine 500-Gramm-Packung fast 46 Hrywnja, was einem Kilogrammpreis von über 90 Hrywnja entspricht. Andere Hersteller bieten das Getreide im Durchschnitt für 80 Hrywnja pro Kilogramm an.

Gleichzeitig stellt der Experte fest, dass trotz des Risikos steigender Preise derzeit keine Lebensmittelknappheit in der Ukraine droht. In den Ländern des Persischen Golfs könnte sich die Lage jedoch im Falle einer weiteren Blockade wichtiger Transportwege verschärfen.

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