Am Nachmittag des 23. Juni griffen die russischen Besatzer Charkiw mit gelenkten Fliegerbomben an. Dabei wurden ein Wohnhaus und eine Privatschule beschädigt, in der sich glücklicherweise keine Kinder befanden.
Der Telegraph-Korrespondent Yan Dobronosov besuchte den Ort des Geschehens und berichtete über die Situation nach dem Angriff. Er sprach außerdem mit dem Leiter der Militärverwaltung der Region Charkiw, Oleg Synegubov, der ihn über den aktuellen Stand der Dinge informierte.
„Die Druckwelle war extrem heftig. Tausende Wohnungen wurden beschädigt, Fenster und Balkonbrüstungen wurden zerstört. Es gibt umfangreiche Wiederaufbauarbeiten“, sagte Sinegubov. Bislang gab es einen Toten und fünf Verletzte. Drei weitere Menschen wurden in einem anderen Stadtteil bei einem weiteren Einschlag verletzt, der eine Kindertagesstätte traf, wie Bürgermeister Igor Terekhov mitteilte.
Sinegubov merkte an, dass man noch immer auf Informationen über die Opfer warte. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung werden wohl weiterhin Hilferufe von Opfern eingehen.
„Die Bildungseinrichtung war in Betrieb. Die Nationalpolizei hatte die Leitung wiederholt darauf hingewiesen, dass der Betrieb außerhalb des Präsenzunterrichts unzulässig sei und dass die Vorgaben des Verteidigungsrates eingehalten werden müssten. Bildungseinrichtungen sollten entweder online oder in Schutzeinrichtungen arbeiten. Unseren Informationen zufolge verfügte diese Bildungseinrichtung über keine Schutzeinrichtung“, betonte der Leiter der OVA.

