Gefährlicher Fund: Bei der Autopsie eines Soldaten wurde eine Kampfgranate entdeckt

In Czernowitz entdeckten Gerichtsmediziner bei der Autopsie eines im Rahmen eines Gefangenenaustauschs aus Russland zurückgeführten, verstorbenen ukrainischen Soldaten eine nicht explodierte Handgranate unter der Haut. Aufgrund des gefährlichen Fundes mussten die Mitarbeiter der Leichenhalle umgehend evakuiert und Pyrotechniker hinzugezogen werden. Dies teilte der Leiter des regionalen Büros für gerichtsmedizinische Untersuchungen, Viktor Bachynskyj, mit.

Ihm zufolge gab es bereits ähnliche Fälle, doch diesmal befand sich die Munition direkt im Körper des Verstorbenen. Zuvor wurden Sprengstoffe meist in den Taschen oder im persönlichen Gepäck von Militärangehörigen gefunden.

Während der Autopsie begann der Sachverständige mit dem Standarduntersuchungsverfahren. Nach der Untersuchung der Bauch- und Brusthöhle wandte er sich den Gliedmaßen zu, wo er eine nicht explodierte Granate unter der Haut entdeckte.

Nach vorläufigen Erkenntnissen drang die Munition durch die Bauchhöhle in den Körper ein, durchdrang ihn und blieb unterhalb des rechten Oberschenkels stecken, ohne zu detonieren.

Nach dem Fund des gefährlichen Gegenstands wurde die Leichenhalle umgehend geschlossen und das gesamte Personal evakuiert. Ein pyrotechnisches Team wurde hinzugezogen und entfernte die Granate sicher.

Die Munition wurde zu einer speziellen Deponie gebracht und dort kontrolliert gesprengt. Laut Bachynsky hätte eine Detonation der Granate in der Leichenhalle extrem gefährliche Folgen haben können.

Der Experte merkte an, dass solche Situationen den Einsatz zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang mit Leichen aus Kampfgebieten erfordern. In manchen Fällen werden zunächst Pyrotechniker und Rettungskräfte hinzugezogen, und nach der ersten Untersuchung beginnen die Experten mit den forensischen Untersuchungen.

Zur Erinnerung: Der letzte groß angelegte Austausch von Leichen verstorbener Militärangehöriger zwischen der Ukraine und Russland fand am 26. Februar statt. Damals wurden 1.000 Leichen auf ukrainische Seite überführt, bei denen es sich nach Angaben russischer Seite möglicherweise um ukrainische Soldaten handelt.

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