In der Region Tscherkassy nahmen Polizeibeamte einen stellvertretenden Bürgermeister fest, als dieser ein Bestechungsgeld in Höhe von 5.000 US-Dollar übergab. Laut Generalstaatsanwaltschaft versuchte der Beamte, die Einstellung eines Strafverfahrens zu „verhandeln“, in dem er selbst verdächtigt wird.
Die Ermittlungen ergaben, dass das Geld für den Leiter einer Abteilung der Hauptdirektion der Nationalpolizei in der Region Tscherkassy bestimmt war. Der Beamte erwartete, für diesen Betrag die Einstellung des Verfahrens zu erhalten.
Die Beamten dokumentierten die Überweisung der illegalen Zuwendung. Der Verdächtige wurde bei der Entgegennahme von 5.000 US-Dollar festgenommen.
Neben dem Vorwurf der versuchten Bestechung wirft die Untersuchung dem Beamten eine Reihe von Umwelt- und Amtsvergehen vor. Laut den Strafverfolgungsbehörden soll er, während seiner vorherigen Tätigkeit als Direktor des städtischen Entsorgungsunternehmens, im Zeitraum von 2020 bis 2025 die systematische Lagerung von Hausmüll außerhalb der offiziellen Deponie – auf einem benachbarten, über 4,5 Hektar großen Grundstück – zugelassen haben.
Infolgedessen wurde das Land vermüllt und verschmutzt, was eine Bedrohung für die Umwelt darstellte. Dem Staat entstand ein materieller Schaden in Höhe von über 6 Millionen Hrywnja.
Der Beamte wurde über den Verdacht informiert, gegen mehrere Artikel des ukrainischen Strafgesetzbuches verstoßen zu haben: Gewährung eines unrechtmäßigen Vorteils an einen Amtsträger, Bodenverschmutzung und Amtspflichtverletzung mit schwerwiegenden Folgen.
Das Gericht hat vorläufig eine Präventivmaßnahme gegen ihn beschlossen. Die Voruntersuchung läuft noch.

