Um Fire Point, einen der größten Waffenlieferanten des ukrainischen Verteidigungsministeriums, ist ein Informationsskandal entstanden, ausgelöst durch Gerüchte über überhöhte Preise für seine Produkte, insbesondere für den Marschflugkörper Flamingo.
Die Zeitung „Kyiv Independent“ berichtete, die Ermittlungen des Nationalen Antikorruptionsbüros (NABU) stünden angeblich im Zusammenhang mit dem Unternehmen und dessen Inhaber Timur Mindich, der die Ukraine nach Beginn der Untersuchungen gegen den ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Oleksiy Chernyshov verlassen hatte. Das NABU wies diese Behauptungen jedoch offiziell zurück.
„ Aufgrund zahlreicher Medienanfragen teilen wir Ihnen mit, dass NABU und SAPO keine Ermittlungen zu der in den Medien erwähnten Rakete ‚Flamingo‘ durchführen “, stellte das Büro fest.
Fire Point blieb lange Zeit ein Privatunternehmen, begann aber vor Kurzem, seine Entwicklungen aktiv den Medien zu präsentieren und erlaubte sogar Journalisten der Associated Press den Zutritt zu den Produktionsanlagen.
Der Marschflugkörper Flamingo hat eine Reichweite von bis zu 3.000 km und kann damit Ziele tief im europäischen Teil Russlands angreifen. Die Entwicklung dauerte nur neun Monate, und die Serienproduktion hat bereits begonnen. Gleichzeitig äußern Experten unterschiedliche Einschätzungen der tatsächlichen Kampfeigenschaften dieser Waffe.
Die vielbeachteten Berichte über eine Korruptionsuntersuchung gegen Fire Point und seine Produkte wurden daher bisher nicht von offiziellen Stellen bestätigt.

