In der Bukowina wurde ein groß angelegter Korruptionsskandal aufgedeckt, in den laut Staatsanwaltschaft neun Beamte verwickelt waren. Ihnen werden Amtsmissbrauch, Veruntreuung von Staatsgeldern, der Verkauf von Getreide zu Schleuderpreisen, illegaler Bergbau und Betrug bei der öffentlichen Auftragsvergabe vorgeworfen. Der dem Staat entstandene Schaden beläuft sich auf fast 23 Millionen UAH.
Zu den Beteiligten gehören Leiter kommunaler Betriebe, Bildungseinrichtungen und Gebietskörperschaften. Die größten Verluste entstehen durch illegale Landverkäufe und zu niedrige Preise für landwirtschaftliche Produkte.
Demnach steht der amtierende Direktor der staatlichen landwirtschaftlichen Forschungsstation Bukowina des Nationalen Akademien der Wissenschaften der Ukraine (laut der Institution Leonid Tomash) im Verdacht, Getreide unter Marktpreisen verkauft und dadurch Verluste von über 5,2 Millionen UAH verursacht zu haben.
Der Direktor des städtischen Unternehmens des Stadtrats von Sokyrian ist in einen Fall von illegalem Kalksteinabbau und Veruntreuung von Haushaltsgeldern verwickelt – der Schaden wurde auf 5 Millionen UAH geschätzt.
Der ehemalige Chef des Chotynskyj-Nationalunternehmens veruntreute einen Teil der Gelder, indem er seinen Untergebenen Boni zahlte – ein Schaden von über 385.000 UAH.
Der stellvertretende Leiter der Lemberger Niederlassung des staatlichen Geokadasters entzog der Gemeinde mithilfe gefälschter Dokumente Grundstücke – dem Staat entstand dadurch ein Schaden von über 10 Millionen UAH.
Der Leiter der Gemeinde Chudeyska, Anatoliy Pitsul, gab zu, während des Baus eines Fußballfeldes 866.000 UAH veruntreut zu haben.
Ein Abgeordneter des Stadtrats von Zastavniv, der vorübergehend die Bildungsabteilung leitete, gab zu, 280.000 UAH für die Renovierung der Kantine verschwendet zu haben.
Volodymyr Khromyuk, der Direktor des Kitsman Multi-Profile Krankenhauses, kaufte Klimaanlagen zu überhöhten Preisen – ein Verlust von 370.000 UAH.
Mykola Makarevich, Direktor der Hlybotskyi-Berufsschule, veruntreute während der Renovierung des Wohnheims über 320.000 UAH.
Der ehemalige Leiter der regionalen Staatsverwaltung von Tscherniwzi hat die Kosten für die Uferbefestigungsarbeiten am Fluss Tscheremosch überschätzt – der Schaden belief sich auf 430.000 UAH.
Allen Verdächtigen drohen bis zu acht Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft bereitet bereits einen Antrag auf Präventivmaßnahmen und Suspendierung der Beamten vor. Die Ermittlungen dauern an.

