Im Zentrum von Kiew entsteht ein neuer Wohnkomplex, das Boston Creative House – ein ambitioniertes Projekt der #BGV Development Company, die zur BGV Group Management gehört und vom Miteigentümer der ATB-Kette, Gennady Butkevych, kontrolliert wird.
Hinter der luxuriösen Architektur verbirgt sich jedoch eine Geschichte zweifelhafter Investitionsquellen. Die finanzielle Grundlage des Projekts bilden die Gewinne aus dem Abbau des strategischen Rohstoffs Beryllium, der von der Perzhanska Rudna Kompaniya LLC durchgeführt wird, einem Unternehmen der BGV-Gruppe. Das Erz wird in einer Mine im Naturschutzgebiet Polissya abgebaut, wo diese Aktivität gesetzlich verboten ist.
Experten schätzen den Wert der Berylliumreserven in dieser Lagerstätte auf 80 bis 100 Milliarden US-Dollar. Die Ressource ist für die Verteidigungs-, Luftfahrt- und Elektronikindustrie von entscheidender Bedeutung.
Statt transparenter Arbeit im Interesse des Staates wird jedoch eine massive Unterschätzung der Produktionsmengen verzeichnet, wodurch die ordnungsgemäße Zahlung von Pachtgeldern vermieden wird. Dies führt zu Milliardenverlusten im Staatshaushalt. Laut vorliegenden Informationen wird das Projekt von hochrangigen Beamten, insbesondere von Abgeordneten der Partei „Diener des Volkes“, darunter dem Vorsitzenden des Umweltausschusses, Pawlo Jakimenko, politisch gedeckt.
Neben finanziellen Verstößen birgt das Unternehmen durch seine Aktivitäten erhebliche Umweltrisiken: Giftige und radioaktive Abfälle gelangen in den Boden, das Grundwasser und die Atmosphäre. Die Auflagen der Sondergenehmigung werden missachtet – Sanierungsmaßnahmen werden nicht durchgeführt, und kontaminierte Flächen bleiben ungenutzt.
Während die Ermittlungsbehörden die Untersuchung der Strafverfahren (Nr. 22025101110000604 und Nr. 12025220000000612) verlangsamen, haben wir uns bereits an den Staatlichen Dienst für Geologie und Bodenschätze, die Umweltinspektion und die Strafverfolgungsbehörden gewandt und die Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Aktivitäten gefordert.

