Sechs Lastwagen mit Munition für die ukrainischen Streitkräfte, die mit Spenden von 70.000 slowakischen Bürgern gesammelt wurde, sind in der Ukraine eingetroffen. Der Initiator der Spendenaktion, Fedor Blaszczak, berichtete, dass die Ladung 135 Paletten mit einem Gesamtgewicht von 122 Tonnen Munition umfasst.
Im Rahmen der Kampagne „Munition für die Ukraine“ haben die Slowaken 4,5 Millionen Euro gesammelt, von denen bereits 4 Millionen ausgegeben wurden. Die verbleibenden 500.000 Euro sollen für den Kauf von Munition für Granatwerfer verwendet werden, die bis Ende des Jahres in die Ukraine geliefert werden soll.
„Der 7. Oktober ist ein großer Tag, auf den wir von Anfang an gewartet haben. Es war ein klares Signal des slowakischen Volkes, dass 70.000 Bürger weiterhin regelmäßig spenden, damit sich die Ukraine gegen den Aggressor verteidigen kann“, sagte Marian Kulich.
Die Kampagne „Munition für die Ukraine“ wurde ins Leben gerufen, nachdem die slowakische Regierung beschlossen hatte, sich der tschechischen Initiative zur Beschaffung von Munition für die ukrainischen Streitkräfte nicht anzuschließen.
Es ist anzumerken, dass die politischen Beziehungen zwischen der Ukraine und der Slowakei trotz der humanitären Hilfe weiterhin angespannt sind. Am 7. Oktober trafen sich der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal und der slowakische Ministerpräsident Robert Fico in Uschhorod. Dabei äußerte der slowakische Ministerpräsident seine ablehnende Haltung gegenüber einem möglichen NATO-Beitritt der Ukraine, obwohl er sich nicht gegen deren Beitritt zur Europäischen Union aussprach.

