Kiews Bürgermeister Klitschko entlässt seinen Stellvertreter wegen Grundstücksgeschäften

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat seinen Stellvertreter Petro Olenych, zuständig für Grundstücksangelegenheiten und Digitalisierung in der Kiewer Stadtverwaltung, offiziell entlassen. Grund für den Rücktritt waren Korruptionsverdachtsfälle im Zusammenhang mit der Enteignung städtischer Grundstücke, insbesondere dem berüchtigten „Toiletten-Skandal“.

Trotz der lauten Anschuldigungen wählte Klitschko eine milde Formel für die Entlassung – „im Einvernehmen der Parteien“ –, wodurch Olenych härtere Konsequenzen vermeiden konnte.

Wie und warum wurde Petro Olenych freigelassen?

Die Entlassungsverfügung für Olenych ist vom 7. März 2025. Die Formulierung „im gegenseitigen Einvernehmen“ ist durchaus kulant, da der Bürgermeister auch andere Gründe hätte anführen können – beispielsweise unentschuldigtes Fehlen. Dies wäre angesichts seines Aufenthalts in der Untersuchungshaft und seiner anschließenden Freilassung gegen Kaution, die er notgedrungen auf Kredit aufnehmen musste, eine völlig logische Entscheidung gewesen.

Finanzielle Absicherung durch die Kiewer Stadtverwaltung:
Interessanterweise erhält Olenich neben seiner Entlassung auch eine finanzielle Entschädigung – die Kiewer Stadtverwaltung zahlt ihm 20 nicht genommene Urlaubstage aus. Die Kiewer Behörden verabschieden sich also nicht nur vom stellvertretenden Bürgermeister, sondern helfen ihm auch, nach einem aufsehenerregenden Skandal sanft in die neue Situation zu gelangen.

Warum war das keine Überraschung?

Bereits am 28. Februar kündigte Vitali Klitschko nach Korruptionsermittlungen eine „Säuberung“ der Stadtverwaltung an. Neben Olenych nannte er auch zwei Verantwortliche städtischer Betriebe sowie den Leiter der Grundstückskommission des Kiewer Stadtrats, Mychajlo Terentjew, den der Bürgermeister zum Rücktritt von seinem Stellvertretermandat aufforderte.

Auf Klitschkos „Ausstiegsliste“ standen jedoch keine anderen in den Fall verwickelten Personen, darunter die Abgeordnete Olena Marchenko, die ebenfalls der Korruption verdächtigt wurde.

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